Goldliguster – für Krankheiten nicht anfällig!

Goldliguster zeichnet sich durch hohe Robustheit aus. So dürfen wir uns jahrelang ungetrübt an seinen goldgrünen Blättern, den duftenden Blüten und im Hebst an den kleinen Beeren erfreuen. Doch ein Dasein ganz ohne Krankheiten wäre zu schön, um wahr zu sein.

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Der Goldliguster wird nur sehr selten krank

Braune Blätter

Braune Blätter werden häufig als Krankheitssymptom interpretiert. Doch hier ist ein genaues Hinschauen notwendig. Ist der Neuaustrieb im Frühjahr bräunlich gefärbt, ist sehr wahrscheinlich ein heller Standort dafür verantwortlich. Die Blätter müssen sich erst an die Sonne gewöhnen.

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Zeigen sich braune Blätter auch zu anderen Zeiten, stimmt meist die Pflege nicht. Gerade ausgiebiges Düngen kann eine Braunfärbung der Blätter auslösen. Eine weitere mögliche Ursache ist eine lange extrem trockene oder nasse Periode.

Echter Mehltau

Im Sommer kann Goldliguster gelegentlich unter Echtem Mehltau leiden. An den Blättern wird ein mehlig-weißer Belang sichtbar. Obwohl die Krankheit so sichtbar hervortritt, sind Spritzungen beim Liguster in der Regel nicht notwendig.

Blattfleckenkrankheit

Zahlreiche braune bis schwarze Punkte auf den Blättern deuten auf einen Befall mit dem Blattfleckenpilz. Feuchte Sommer begünstigen den Ausbruch und die Ausbreitung der Krankheit. Es kann zu Blattverlust kommen. Handeln Sie zeitnah nach der Entdeckung der Krankheit, damit sie nicht weiter voranschreitet und noch mehr Teile des Goldligusters in Mitleidenschaft zieht.

  • alle befallenen Teile abschneiden
  • Schere zuvor reinigen und desinfizieren
  • Abgeschnittenes nicht kompostieren, sondern als Restmüll entsorgen
  • bei starkem bzw. hartnäckigem Befall ein kupferhaltiges Präparat spritzen

Tipp

Achten Sie darauf, den Goldliguster nicht zu stickstofflastig zu düngen. So wird das Pflanzengewebe nicht schwammig, was die Verbreitung des Pilzes begünstigen würde.

Welkepilz

Der Welkepilz, fachlich korrekt Verticillium, wütet in der Erde im Wurzelbereich des Goldligusters. Dort bleibt seine Anwesenheit zunächst unbemerkt. Die geschädigten Wurzeln können jedoch schon bald die oberirdischen Teile der Pflanze nicht mehr ausreichend versorgen.

Die Blätter rollen sich ein, zeigen Farbveränderungen, vertrocknen und fallen ab. Auch ganze Triebe können absterben. Wenn die Krankheit nicht eingedämmt wird, geht das weitere Wachstum nur sehr langsam voran und der Goldliguster zeigt eine spärliche Belaubung.

Chemisch kann der Pilz nicht bekämpft werden. Bodenaustausch im Wurzelbereich kann Sinn machen. Auch sind Verletzungen der Flachwurzeln zu vermeiden, damit der Pilz keine weiteren Eintrittspforten bekommt.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Oksy001/Shutterstock

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