Goldliguster – was braune Blätter zu sagen haben

Goldliguster macht seinem Namen alle Ehre und treibt goldgrünes Laub aus. Manchmal jedoch lässt er sich zu braun gefärbten Exemplaren hinreißen. Dass wir das nicht ansehnlich finden, ist eine Sache. Doch sind sie auch ein ernstzunehmendes Symptom für einen Mangel oder gar Krankheit?

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Braune Blätter sind beim Goldliguster nicht normal

Braune Blätter im Frühjahr

Liguster gilt als wintergrün, allerdings mit Einschränkungen. So kann er in rauen Wintern einen Teil oder das komplette Blattkleid verlieren. Im Folgejahr treiben die nackten Zweige zum Glück neu aus. Ist dieser Neuaustrieb braun gefärbt, hat das meist eine Ursache: zu viel Sonne.

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Der zarte Neuaustrieb wird nicht durch alte Blätter beschattet und muss sich der vollen Kraft der Sonne aussetzen. Bis er sich an die Lichtintensität gewöhnt und wieder goldgrün austreibt, können einige Tage vergehen. Die braunen Blätter sind lediglich ein optisches Problem, welches sich mit der Zeit durch Blattfall von alleine löst.

Braune Blätter zu anderen Zeiten

Auch extreme Trockenheit in Verbindung mit einer nachlässigen Wasserversorgung kann zu braunen Blättern führen. Auch sehr lange nasse Perioden können Blattverfärbungen auslösen.

Tipps

Wenn ein noch kleiner Goldliguster an seinem Standort zu sonnig steht, sollte eine Umpflanzung erwogen werden. So wird braunen Blättern vorgebeugt.

Braune Flecken an Blättern

Sind die Blätter nicht gänzlich braun, sondern mit braunen und schwarzen Punkten übersät, kann es sich auch um eine Krankheit handeln. Vermutlich ist die Blattfleckenkrankheit ausgebrochen. Diese Krankheit tritt mit Vorliebe in feuchten Sommern auf.

  • mit kupferhaltigen Präparaten bekämpfen
  • die Ausbreitungsgeschwindigkeit wird so reduziert
  • nicht mehr stickstofflastig düngen
  • das Pflanzengewebe darf nicht schwammig werden

Verticillium

Wenn Sich die Blätter nicht nur verfärben, sondern auch einrollen und abtrocknen, könnte der Welkepilz dafür verantwortlich sein. Chemisch lässt sich der im Boden lebende Pilz nicht bekämpfen. Es kann jedoch die Erde im Wurzelbereich ausgetauscht werden, um so den Befallsdruck zu mildern.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Iris_art/Shutterstock

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