Goldliguster vermehren – drei mögliche Vorgehensweisen

Goldliguster lässt sich im Hausgarten auch von einem Hobbygärtner gut vermehren. Zum Beispiel um eine bestehende Hecke zu verlängern. Die großen Goldliguster, die sich bereits im Garten befinden, geben bereitwillig das erforderliche Pflanzenmaterial her. Wir steuern die Anleitung bei.

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Goldliguster lässt sich gut über Stecklinge vermehren

Die drei Methoden

Goldliguster wird vegetativ vermehrt. Damit neue Pflanzen entstehen, muss die alte Pflanze ein Stück von sich hergeben. Je nach dem, welche Pflanzenteile verwendet werden, wird zwischen folgende Vermehrungsmethoden unterschieden:

  • Stecklingsvermehrung
  • Steckholzvermehrung
  • Vermehrung mit Absenkern

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Hinweis:
Goldliguster kann theoretisch auch aus Samen seiner Früchte gezogen werden. Diese Vermehrungsart hat sich jedoch in der Praxis als langwierig und zeitaufwendig erwiesen, weswegen sie kaum praktiziert wird.

Zeitpunkt

Steckhölzer werden von einer Pflanze in ihrer Ruhephase geschnitten. Beim Goldliguster liegt der ideale Zeitpunkt im Spätsommer, nachdem die letzte Düngung erfolgt ist.

Für die Vermehrung aus Stecklingen hat sich das Frühjahr als die beste Zeit erweisen. Da Ende Februar/Anfang März sowieso Schneiden angesagt ist, kann das anfallende Schnittmaterial genutzt werden. Auch der Sommerschnitt im Juni eignet sich für die Gewinnung von Stecklingen.

Stecklingsvermehrung

  • junge Triebe von mind. 20 cm schneiden
  • untere Blätter entfernen
  • die Triebspitzen kappen
  • im Wasserglas bewurzeln
  • oder im Topf einpflanzen
  • nur 5 cm sollten noch rausschauen
  • durchgehend feucht halten
  • im Herbst auspflanzen

Tipps

Stülpen Sie über jeden Steckling eine lichtdurchlässige Plastiktüte, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Diese sollten Sie jedoch regelmäßig lüften.

Steckholzvermehrung

  • Steckhölzer von kräftigen und gesunden Trieben schneiden
  • sie sollten gut verholzt sein
  • alle Blätter entfernen
  • Triebspitze abschneiden
  • jedes Steckholz sollte mind. 15 cm lang sein, gern auch länger
  • daran müssen sich mehrere Blattknospen befinden
  • Steckholz mehrere cm tief in die Gartenerde stecken
  • Erde durchgehend mäßig feucht halten

Tipps

Wenn Sie in einer Gegend wohnen, wo die Winter sehr rau sind, sollten Sie einige Steckhölzer mehr pflanzen, um Ausfälle zu kompensieren. Sie können sie aber auch in vorbereitete Töpfe setzen, im Haus überwintern und erst im Frühjahr auspflanzen.

Vermehrung durch Absenker

Hat die Mutterpflanze lange, biegsame und nah am Boden liegende Triebe, gelingt die Vermehrung durch Absenker leicht:

  • Trieb vorsichtig mit Messer anritzen
  • flach auf den Boden legen
  • angeritzte Stelle mit Erde bedecken
  • Triebspitze muss aus der Erde schauen
  • Trieb ggf. mit einem Stein oder Zelthering am Boden befestigen
  • regelmäßig gießen
  • nach Neuaustrieb von Mutterpflanze trennen

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Oksy001/Shutterstock
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