Wertvolle Tipps zur Pflege der Gladiolen

Die prächtigen Blütenstiele der Gladiole sehen aus wie Schwerter, was der Pflanze den lateinischen Namen Gladiolus (Schwertblume) einbrachte. Gladiolen sind wahre Sonnenanbeter und gedeihen am besten im vollsonnigen Staudenbeet. Pflegen Sie die in den letzten Jahren wieder sehr beliebte Zwiebelpflanze richtig, ist sie äußerst robust und wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge.

Gladiolen gießen
Gladiolen sind sehr durstige Pflanzen
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Wie viel Wasser benötigt die Gladiole?

Gladiolen sind recht durstig und müssen insbesondere an heißen Sommertagen regelmäßig gegossen werden. Dabei gilt:

  • Immer dann gießen, wenn sich die oberen Zentimeter des Bodens trocken anfühlen. Das kann an heißen Tagen auch zweimal am Tag nötig sein.
  • Staunässe vermeiden, da diese die Zwiebeln rasch faulen lässt.
  • Schwere Böden deshalb bereits bei der Pflanzung mit etwas Sand auflockern.
  • Erde mulchen, damit die Feuchtigkeit nicht so rasch verdunstet.

Wann wird gedüngt?

Haben Sie den Gartenboden bereits beim Setzen der Gladiole mit etwas Kompost oder Mist angereichert, genügt es, die Pflanzen vier Wochen später das erste Mal zu düngen. Eine zweite Düngergabe erfolgt nach acht Wochen. Verwenden Sie handelsüblichen Langzeit-Blühdünger. Dieser enthält alle Nährstoffe, welche die Gladiole für gesundes Wachstum und Blütenreichtum benötigt.

Wie wird geschnitten?

Sobald der Blütenstiel vollständig abgeblüht ist, werden die verblühten Teile bis zum Blattansatz eingekürzt. Schneiden Sie das Grün der Gladiole unbedingt erst dann vollständig zurück, wenn die Blätter stark vergilbt und unansehnlich geworden sind. Dadurch kann die Zwiebel weiter wachsen und lagert in dieser Zeit wichtige Nährstoffe für das nächste Jahr ein.

Schneiden Sie Gladiolen für die Vase, sollten Sie stets drei bis viel Blütenblätter an der Zwiebel belassen. Wird der Stängel direkt über dem Boden geschnitten, beispielsweise weil Sie für eine Vase die volle Länge benötigen, kann es passieren, dass die Zwiebelpflanze abstirbt.

Wie werden Gladiolen überwintert?

Gladiolen sind nicht winterhart und müssen im Haus überwintert werden. Im Herbst werden die Knollen ausgegraben und gut abgetrocknet in einem kühlen aber frostfreien Raum gelagert.

Welche Schädlinge und Krankheiten können die Pflanze befallen

Neu gezüchtete Gladiolensorten werden häufig von Thripsen befallen. Diese auch unter dem Namen Blasenfüße oder Fransenflügler bekannten Schadinsekten sind zwischen einem und drei Millimeter groß und ernähren sich von den Pflanzensäften. Dadurch schädigen sie die Gladiole so stark, dass sie verkümmern kann.

Sie erkennen den Befall an den silbrigen Streifen entlang der Blätter und Blüten. Da die Schädlinge zur Überwinterung über die äußeren Hüllblätter in die Knollen wandern, rät der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde, die befallenen Gladiolen bodennah abzuschneiden. Meist treibt die Zwiebel danach gesund wieder aus.

Werden Ihre Gladiolen immer wieder von den Tieren befallen, können Sie die Zwiebeln vor dem Einpflanzen in eine gegen die Schädlinge wirksame Insektizidlösung legen.

Tipps

Bei großblumigen Gladiolen empfiehlt es sich, diese zu stützen, damit die Blütenstiele nicht abknicken. Gut geeignet sind spezielle Bambus- oder Pflanzenstangen, die durch ihre natürliche Färbung kaum auffallen.

Text: Sabine Kerschbaumer

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