Giersch zukünftig nicht mehr verwechseln!

Leichtfertig sollte man sich nicht auf die Suche nach dem essbaren Giersch begeben. Gerade bei Wildpflanzen wie bei Bärlauch und Maiglöckchen kann eine falsche Bestimmung gefährlich ausgehen, schlimmstenfalls sogar tödlich. Beim Giersch gibt es gleich einige ähnliche Pflanzen!

Giersch Gefleckter Schierling
Der giftige Gefleckte Schierling sieht dem essbaren Giersch sehr ähnlich
Früher Artikel Giersch essen – Geschmack, Zubereitung und Wirkung

Giftige Verwandte – Gefleckter Schierling und Hundspetersilie

An den Blüten sollten Sie sich beim Bestimmen von Giersch am besten nicht orientieren! Es gibt einige Arten aus derselben Pflanzenfamilie (Doldenblütler), deren Blüten nahezu gleich aussehen. So beispielsweise beim Gefleckten Schierling und der Hundspetersilie, die beide giftig sind. Eine Verwechslung kann böse Folgen haben.

Hier die Merkmale, anhand derer Sie Giersch von der Hundspeterilie und dem Gefleckten Schierling unterscheiden können:

  • Gefleckter Schierling: rötliche Flecken am Stiel
  • Hundspetersilie: Blätter sind viel feiner gefiedert und gegliedert, am Rand nicht gesägt, tief eingeschnitten
  • Giersch: dreikantiger Stiel, dreigeteilte Blätter mit dreigeteilten Einzelblättern, am Blattrand gesägt, petersilienartiger Geruch

Ähnliche Gewächse, die ungefährlich sind

Dann gibt es noch die Bibernelle, die Wilde Möhre, die Wald-Engelwurz und den Breitblättrigen Merk. Auch sie sehen dem Giersch zum Verwechseln ähnlich. Doch sie sind im Gegensatz zu Hundspetersilie und Schierling nicht giftig. Lediglich der Breitblättrige Merk kann nach Verzehr zu Durchfall führen.

Holunder und Giersch unterscheiden

Im Vergleich zu jungem Giersch, der äußerst gesund ist, sind die Blätter des jungen Holunders giftig. Sie sehen im und kurz nach dem Austrieb aus wie die Blätter vom Giersch.

Doch Sie können diese beiden Gewächse gut voneinander unterscheiden. Wenn Sie wissen wie: Der Holunder hat im Querschnitt einen runden Stiel (Giersch dreieckig) und riecht beim Zerreiben nicht nach Petersilie oder Möhre.

Bärenklau und Giersch voneinander unterscheiden

Auch der Bärenklau ähnelt mit seinem Blattwerk dem Giersch. Er ist jedoch schwach giftig. Bei empfindlichen Menschen kann schon allein eine Berührung zu Hautreizungen führen. Hier die Unterschiede der Blätter:

  • Bärenklau: gefiederte bis geschwungene Blätter
  • Giersch: kleinere Blätter, am Rand gezackt

Tipps

Am besten ist der Giersch von anderen Doldenblütlern anhand seiner dreieckigen Stängel und gezähnten Blätter zu unterscheiden!

Text: Anika Gütt

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