Eignet sich der Geweihfarn zum Aufbinden?

Als so genannte Aufsitzpflanze wächst der relativ pflegeleichte Geweihfarn in seiner tropischen Heimat auf anderen Pflanzen, meist auf Bäumen. Als Zimmerpflanze hält er sich aber auch gut in speziellem Substrat, das für Orchideen verwendet wird.

Geweihfarn Aufsitzpflanze
Der Geweihfarn ist eine typische Aufsitzpflanze

Zumeist wird der Geweihfarn in Töpfen mit eben diesem Substrat verkauft. Aufgrund seiner dekorativen hängenden Blätter eignet er sich hervorragend für die Bepflanzung einer Blumenampel.(13,00€ bei Amazon*) Ein besonderer Blickfang ist er allerdings, wenn er auf einem schön gewachsenen Baumstamm oder einem Stück Naturkork oder borkiger Baumrinde wächst. Damit er dort jedoch fest wurzelt, muss er erst einmal aufgebunden werden.

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Wie funktioniert das Aufbinden?

In seiner Heimat wurzelt der Geweihfarn fest auf seiner Wirtspflanze. Es braucht jedoch einige Zeit, bis sich diese Wurzeln bilden. Daher wächst der Geweihfarn meist an Stellen, wo er auch ohne Wurzeln schon recht sicher liegen bleibt, zum Beispiel in Astgabeln oder Rissen in der Baumrinde.

Möchten Sie Ihren Geweihfarn auf einem dekorativen Stamm oder einem Stück Baumrinde wachsen lassen, dann können Sie ihn in einem Spalt des Stamms oder der Rinde einklemmen oder eben auf seinem zukünftigen Untergrund festbinden. Bedenken Sie jedoch, dass Geweihfarn regelmäßig gewässert werden sollte, dadurch wird auch die Baumrinde immer wieder feucht und nach einiger Zeit morsch.

Um die Feuchtigkeit besser halten zu können, setzen Sie ein wenig saugfähiges Moos unter den Geweihfarn. Dann binden Sie beides an der gewünschten Stelle an, fest genug, dass es nicht verrutscht, aber so locker, dass das Bindematerial nicht einschneidet. Am besten eignen sich leicht dehnbare Naturfasern, wie Bindfäden aus Hanf oder ähnlichem Material.

Kann ich das Aufbinden auch für die Vermehrung nutzen?

Für die Vermehrung können Sie geeignete Seitentriebe Ihres Geweihfarns vorsichtig abtrennen und diese dann als Stecklinge aufbinden. Das funktioniert genauso, wie das Aufbinden älterer Pflanzen. Alternativ setzen Sie Ihre Stecklinge in Orchideenerde oder eine Mischung aus Blumenerde mit einem Drittel Torf.

Das Wichtigste in Kürze:

  • möglichst Naturfasern zu Aufbinden verwenden
  • haben sich kräftige Wurzeln gebildet, den Aufbindefaden entfernen
  • Aufbinden eignet sich auch für Stecklinge

Tipps

Das Aufbinden gibt Ihrem Geweihfarn die Möglichkeit, auf geeigneten Untergrund, wie einem Baumstamm, Naturkork oder einem Stück Baumrinde festzuwachsen und Wurzeln zu schlagen.

Text: Ursula Eggers

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