Getreide keimen

Viele Menschen kultivieren ihr Getreide mittlerweile im eigenen Garten. Der Anbau und die Ernte sind aber nur der erste Teil einer gesunden Lebensweise. Um die Körner besonders bekömmlich zu machen, sollten Sie sie keimen anschließend keimen lassen. Das funktioniert übrigens auch mit gekauften Produkten aus dem Supermarkt.

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Gekeimtes Getreide ist verträglicher als ungekeimtes

Anleitung

Material

Getreide zu keimen ist gar nicht schwierig. Sie benötigen ebenso wenig Material:

  • ein Keimglas mit Abtropfvorrichtung im Deckel
  • ein Küchensieb
  • Körner einer beliebigen Getreideart

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Ablauf

Der Keimprozess gliedert sich in drei Teile:

  • Saaten einweichen (je nach Getreideart 2-12 Stunden)
  • Keimphase bei 18-20°C (je nach gewünschter Konsistenz 1-4 Tage)
  • Spülen (zwei Mal am Tag, im Sommer häufiger)

Vorgehen

  1. Saaten in einer Wasserschale waschen.
  2. Saaten einige Zeit im Wasser stehen lassen, bis die Schmutzpartikel an der Oberfläche schwimmen.
  3. Schmutzpartikel abschöpfen.
  4. Wasser aufgießen.
  5. Getreide absieben.
  6. Beschädigte Körner aussortieren.
  7. Saaten in das Keimglas füllen.
  8. Mit der dreifachen Menge Wasser auffüllen.
  9. Glas gut verschließen.
  10. Keimglas an einem dunklen Ort aufbewahren (alternativ mit Handtuch zudecken).
  11. Je nach Getreide Art 8 bis 12 Stunden quellen lassen.
  12. Glas schwenken, damit sich Schmutzpartikel vom Getreide trennen.
  13. Wasser abgießen.
  14. Vorgang gegebenenfalls wiederholen, wenn das Wasser noch immer schmutzig ist.
  15. Erneut die vierfache Menge Wasser aufgießen.
  16. Wasser täglich wechseln.
  17. Nach ein paar Tagen vollständig abgießen und die Saaten trocken keimen lassen.
  18. Nach 1 bis vier Tagen (je nach gewünschter Größe) ein letztes Mal spülen.
  19. gekeimtes Getreide ernten

Verwendung

  • im Müsli
  • im Smoothie
  • auf Brot
  • im Salat

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Normalerweise hält sich Getreide ewig, wenn Sie es gut verschlossen an einem lichtgeschützten Ort aufbewahren. Da gekeimtes Saatgut jedoch mit Wasser in Berührung gekommen ist, verkürzt sich die Haltbarkeit auf wenige Tage. Am besten lagern Sie die Körner im Kühlschrank. Vier Tage lang können Sie bedenkenlos davon essen.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Olga Aniven/Shutterstock

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