So lässt sich Roggen erfolgreich keimen

Getreidesprossen gelten als Bereicherung für den täglichen Speiseplan. Sie sind vielseitig verwendbar und wahre Vitaminbomben. Roggen hat spezielle Anforderungen an die Temperaturen, denn bei suboptimalen Bedingungen können schnell unerwünschte Prozesse auftreten.

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Roggensprossen sind sehr gesund

Vorbereitungen

Für drei Tassen gekeimte Sprossen benötigen Sie eine Tasse Roggensaat. Weichen Sie die Körner für mindestens drei Stunden in zwölf bis 18 Grad kühlem Leitungswasser ein. Höher sollten die Temperaturen nicht liegen, da ansonsten unerwünschte Gärprozesse stattfinden. Wichtig ist, dass Sie das Wasser im Stundenrhythmus wechseln. Ansonsten ersticken die Keimanlagen in den sich lösenden organischen Säuren und verlieren ihre Keimfähigkeit.

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Keimung

Waschen Sie die aufgequollenen Samen gründlich und geben Sie diese in ein Keimglas. Ein Sprossenturm eignet sich für größere Mengen. Für den Anfang genügt auch eine Schale. Die idealen Keimtemperaturen bewegen sich zwischen 18 und 20 Grad Celsius. Wässern Sie die Samenkörner täglich zwei Mal und lassen Sie überschüssiges Wasser gut abtropfen. Unter diesen Bedingungen keimt die Saat innerhalb der nächsten zwei bis drei Tage.

Keimfähiges Saatgut

Wenn Sie Roggensprossen für den rohen Verzehr ziehen möchten, können Sie sowohl Roggensaat aus dem Supermarkt als auch Samen in Bioqualität aus Reformhäusern verwenden. Die Keimfähigkeit liegt idealerweise bei 85 Prozent und kann ganz leicht selbst bestimmt werden:

  • 100 Körner auf feuchtes Küchenpapier ausbreiten und feucht halten
  • für konstante Feuchtigkeit mit Plastikdeckel abdecken
  • nach vier bis fünf Tagen die nicht gekeimten Körner zählen

Tipps

Roggensamen sind für Anfänger besonders gut geeignet, denn auch bei Temperaturen zwischen zehn und 15 Grad keimen die Körner zuverlässig. Dann müssen Sie allerdings mit einer längeren Keimdauer rechnen.

Verwendung und Haltbarkeit

Roggensprossen haben ein mildes Aroma und zeichnen sich durch eine leichte Süße aus. Sie eignen sich als Beigabe zu Müsli, Smoothies und Joghurt oder zum Verfeinern von Salaten und Gemüsegerichten. Im Kühlschrank halten sie sich drei bis vier Tage. Allerdings wachsen die Sprossen weiter. Hat der Keimling die Länge des Samenkorns erreicht, verändert sich der Geschmack und nimmt eine bittere Note an. Sie können die Sprosse einfrieren und nach Bedarf auftauen. Blanchieren Sie aufgetaute Keimlinge vor dem Verzehr.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Jari J/Shutterstock
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