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Gartenwege aus Mulch sind einfach anzulegen und duften gut

Optimale Wege-Planung im Gemüsegarten

Im traditionellen Gemüsegarten verläuft mittig zwischen den Beetreihen ein breiter, gut befestigter Hauptweg. Dieser verbindet den Nutzgarten mit den anderen Gartenteilen sowie dem Haus und / oder dem Gartenschuppen. Zwischen den Beeten wiederum verlaufen schmale Neben- oder Pflegewege, die die Gartenpflege ermöglichen bzw. erleichtern sollen. Damit Sie jedes Gemüsebeet optimal versorgen können, müssen auch die Wege richtig geplant werden.

Wege optimal planen

Standard-Gemüsebeete sind meist um die 100 bis 120 Zentimeter breit, 150 bis 200 Zentimeter lang und rechteckig. Diese Maße sorgen dafür, dass der Gärtner jedes Fleckchen im Beet bequem erreicht. Die Beetpflege erfolgt von einem schmalen Pflegeweg aus, der lediglich zwischen 30 und 40 Zentimeter breit sein muss. Meistens ist der Pfad ebenso breit wie die beiden nebeneinander gestellten Füße des Gärtners, da dieser den Weg nach Bedarf einfach im Frühjahr festtrampelt. Der Hauptweg dagegen sollte mindestens 90 bis 120 Zentimeter breit sein, um genügend Bewegungsfreiheit für eine Schub- oder Sackkarre sowie Platz zum Abstellen von Erntekörben oder Düngersäcken zu schaffen.

Haupt- und Nebenwege richtig anlegen

Neben dem Hauptweg und den Pflegepfaden zwischen den Beeten empfiehlt sich außerdem das Anlegen von Verbindungsgängen, die beispielsweise einen Zugang zum Komposthaufen, Geräteschuppen oder dem Gewächshaus schaffen. Diese Wege brauchen lediglich zwischen 60 und 80 Zentimeter breit zu sein.

Hauptwege befestigen

Hauptwege werden am besten mit Platten, Pflastersteinen oder auch Kies bzw. Schotter befestigt. Diese Wegbeläge sollten zudem mit einem 20 bis 30 Zentimeter starken Unterbau (als Drainage- und Ausgleichsschicht) aus Schotter oder Grobkies verlegt werden. Stampfen Sie den Unterbau möglichst fest, damit der Belag nicht verrutschen kann. Darüber kommt bei Platten oder Pflaster noch eine etwa fünf Zentimeter dicke Verlegeschicht aus Sand oder feinem Splitt; der Boden muss also entsprechend tief ausgehoben werden. Bei Kies- und Schotterwegen kann ein Wurzelschutzvlies über dem Unterbau dem Aufwuchs von Unkräutern vorbeugen. Die Beläge sollten mit einem leichten Gefälle nach beiden Seiten gelegt werden, damit später keine Pfützen auf den Wegen stehen bleiben.

Nebenwege und Pflegepfade

Für die Nebenwege zwischen den Beeten reichen 30 bis 40 Zentimeter Breite. Sie treten diese Pfade einfach nur fest oder decken sie mit Rindenmulch ab, der allerdings häufiger erneuert werden muss. Bewährt haben sich vor allem schmale Trittroste aus Holz, Kunststoff oder Metall. Etwas mehr Aufwand verlangt eine Kies- oder Schotterabdeckung wie bei den Hauptwegen.

Tipps

Vor allem Beete mit unbefestigten Wegen profitieren von einer niedrigen Beeteinfassung. Diese sorgt dafür, dass der fruchtbare Boden innerhalb der Beetflächen bleibt und Unkräuter weniger leicht eindringen.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: Jen Petrie/Shutterstock

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  1. JoseeRizal64
    Bienenbaum
    JoseeRizal64
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