Was bewirkt Unkrautfolie und wie wird sie verlegt?

Unkräuter zählen im Garten zu den eher ungeliebten Gewächsen, deren Bekämpfung viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Kaum wurde mechanisch gejätet, zeigen sich schon wieder die ersten Keimblätter. Chemische Mittel sollten aus ökologischen Gründen nur mit Bedacht eingesetzt werden. Möchten Sie Unkraut im Beet umweltfreundlich und mit nur minimalem Arbeitseinsatz zurückdrängen, stellt Vlies gegen Unkraut eine gute Möglichkeit dar.,

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Unkrautfolie lässt Unkraut im Dunkeln

Welche Arten von Unkrautfolie gibt es?

Unkrautfolie wird häufig auch als Unkrautvlies (Mulchfolie, Mulchvlies) bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine atmungsaktive Folie, durch die zwar Wasser, Luft und Nährstoffe in den Boden eindringen können, deren spezielle Eigenschaften Unkrautwuchs jedoch effektiv hemmt. Sie wirkt wie eine Mulchschicht aus organischen Materialien. Sie erhalten diese in unterschiedlichen Breiten, sodass Sie die Folie auf die Größe der Beete abstimmen können.

Einmal ausgelegt lässt sich durch die wasserdurchlässige Folie der Pflegeaufwand auf ein Minimum reduzieren. Gleichzeitig finden die Pflanzen optimale Wachstumsbedingungen vor.

Wo kann die wasserdurchlässige Folie verwendet werden?

Prinzipiell lässt sich diese überall dort einsetzen, wo Unkraut effektiv zurückgedrängt werden soll. Dies können sein:

  • Terrassen,
  • Zierbeete,
  • Gemüsebeete,
  • Steingärten,
  • gekieste Flächen.

Damit die Folie optimal wirkt, erhalten Sie diese in unterschiedlichen Stärken:

  • 150 g/m² (extrastark): Für extreme Beanspruchungen.
  • 120 g/m² (stark): Bei sehr starkem Unkrautwuchs. Kommt überwiegend in Hangbeeten sowie Steingärten zum Einsatz.
  • 80 g/m² (normal): Standard-Gartenfolie für Nutz- und Ziergärten.
  • 50 g/m² (leicht): Ideal für Nutzgärten.

Wie wird Unkrautfolie verlegt?

Die Verlegung ist sehr einfach. Sie benötigen neben der wasserdurchlässigen Folie:

  • Erdanker zur Befestigung,
  • sowie Pflanzerde, Kies, Rindenmulch oder eine andere Deckschicht.
  • Abhängig davon, ob es sich um ein Beet oder einen Weg handelt: Pflanzen, Kies, Splitt oder Pflastersteine als Deckschicht.

Noch bevor Sie die wasserdurchlässige Folie verlegen, sollten Sie die Beetfläche mechanisch von Unkraut befreien. Entfernen Sie zudem Verunreinigungen wie große Steine, hacken Sie den Boden gründlich auf und glätten Sie im Anschluss die Erde.

Weiter geht es folgendermaßen:

  • Vlies auf der Fläche ausbreiten und, sofern erforderlich, zuschneiden.
  • Gartenfolie mit Bodenankern befestigen.
  • Dort ein Kreuz in das Gewebe schneiden, wo später Pflanzen gesetzt werden sollen.
  • Pflanzloch ausheben und Pflanzen setzen.
  • Ecken des Vlieses wieder um das Gewächs breiten.
  • Mit Erde oder einem anderen Material bedecken.
  • Gießen und Düngen wie gewohnt.

Tipps

Wie lange das Unkrautvlies Beikräuter zurückdrängen kann, ist abhängig von den Witterungsbedingungen. Direkte Sonneneinstrahlung lässt die Folie unter Umständen schneller altern. Gleichmäßig mit Erde abgedeckt kann Gartenfolie durchaus 25 Jahre ihren Zweck erfüllen.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Artalis/Shutterstock

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