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Bei guter Pflege blüht der Flieder prächtig und langandauernd

Die optimale Pflege für Flieder

Flieder ist vor allem während seiner Blütezeit ein wahrer Augenschmaus, wenn die bis zu 30 Zentimeter langen Blütenrispen ihre unzähligen, kleinen Blüten öffnen. Damit Sie lange Freude an diesem Strauch bzw. Baum haben, ist eine sorgfältige Pflege vonnöten, wobei Flieder am richtigen Standort praktisch von alleine wächst.

Sollte man Flieder gießen? Falls ja, wann und wie oft?

Einen ausgepflanzten, älteren und an seinem Standort etablierten Flieder müssen Sie eigentlich nur in längeren Trockenphasen gelegentlich wässern. Ansonsten ist ein Gießen nur bei jungen, frisch gepflanzten Exemplaren sowie in Kübeln kultivierten Fliedern notwendig.

Wann und wie sollte man Flieder am besten düngen?

Düngen Sie Ihren ausgepflanzten Flieder ein- bis zweimal jährlich mit reifem Kompost und Hornspänen, die Sie jeweils zum Austrieb sowie im Frühsommer vorsichtig in die Wurzelscheibe einarbeiten. An manchen Standorten kann auch eine Düngung mit Kalk sinnvoll sein. Topfflieder wird zwischen April und September mit einem flüssigen Kübelpflanzendünger versorgt, der jedoch nur wenig Stickstoff enthalten sollte.

Darf man Flieder schneiden? Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Rückschnitt?

Die besten Zeit für einen Rückschnitt ist direkt nach der Blüte, wenn Sie ohnehin die verblühten Triebe ausputzen müssen. Bei dieser Gelegenheit schneiden Sie am besten auch gleich

  • überkreuz und sonst wie verquer wachsende Triebe
  • überalterte, wenig beblätterte, kranke und abgestorbene Zweige
  • dünne, kraftlos erscheinende Triebe
  • sowie überlange Zweige weg.

Bei einem eventuellen Rückschnitt im Frühjahr sollten Sie auf keinen Fall die neuen Austriebe entfernen, denn Flieder blüht immer an den diesjährigen Zweigen.

Welche Krankheiten befallen den Flieder häufiger?

Flieder ist insbesondere gegenüber pilzlichen Erkrankungen sehr empfindlich, weshalb Sie sämtliche mögliche Einfallstore verschließen bzw. möglichst klein halten sollten. Dazu gehört auch, einen Rückschnitt an einem warmen und sonnigen Tag durchzuführen, damit diese schnell trocknen können – und dabei scharfes und desinfiziertes Werkzeug zu verwenden. Besonders häufig tritt Mehltau auf, aber auch die so genannte „Fliederseuche“. Im Falle der gefürchteten Vertlillium-Welke hilft nur ein Rückschnitt sowie ein Standortwechsel.

Welche Schädlinge können sich am Flieder tummeln?

Relativ häufig ist die Fliederminiermotte bzw. Fliedermotte anzutreffen, deren Vorhandensein Sie zunächst an unregelmäßigen, braunen und vertrockneten Blattflecken bemerken.

Ist Flieder winterhart? Wie überwintert man ihn am besten?

Ausgepflanzter Flieder ist ausreichend winterhart und benötigt daher keinen speziellen Winterschutz. Lediglich in Kübeln kultivierte Exemplare sollten einen solchen erhalten, damit ihre Wurzeln nicht durchfrieren. Zu diesem Zweck können Sie das Pflanzgefäß etwa mit einem Vlies umwickeln. Frieren die oberirdischen Pflanzenteile zurück, treibt der Flieder meist aus der Wurzel wieder aus.

Tipps

Flieder reagiert leider sehr empfindlich auf eine Bepflanzung seiner Wurzelscheibe, weshalb diese besser frei bleiben sollte. Auch ein Mulchen mit Rindenmulch ist kritisch zu sehen, da dies dem Boden Nährstoffe (vor allem Stickstoff) entzieht.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: Flower_Garden/Shutterstock

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