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Flieder lässt sich mit anderen Büschen und Stauden perfekt kombinieren

Mit diesen Pflanzen lässt sich Flieder am schönsten kombinieren

Bereits im 16. Jahrhundert gelangte der erste Flieder aus Konstantinopel nach Österreich, von aus er sich schnell in alle Richtungen ausbreitete. Rasch gehörte das robuste Blütengehölz zur charakteristischen Bepflanzung eines Bauerngartens, fand sich aber auch in Park- und Schlossanlagen sowie in Klostergärten. In vielen Gärten macht er auch heute noch als Solitär oder als Teil einer Gruppenpflanzung eine gute Figur.

Flieder mit sich selbst kombinieren – Arten und Sorten

In vielen Gärten ist vor allem der auch als Bauernflieder bekannte Gewöhnliche Flieder (Syringa vulgaris) zu finden. Allerdings gibt es ungefähr 30 verschiedene Arten – und unzählige Sorten, die violett, weiß oder auch gelb blühen. Diese Arten- und Sortenvielfalt erlaubt es, den Flieder mit sich selbst zu kombinieren und dadurch auch die Fliederblüte um einige Wochen zu verlängern – manche Flieder blühen nämlich erst recht spät zwischen Juni und Juli. Die schönsten Flieder für den heimischen Garten sind:

  • Gewöhnlicher Flieder (Syringa vulgaris): verschiedene Sorten wie beispielsweise die Edel-Flieder
  • Kanadischer Flieder / ‚Preston-Flieder‘ (Syringa x prestoniae): besonders robust und speziell für kleine Gärten geeignet
  • Chinesischer Flieder / ‚Königsflieder‘ (Syringa x chinensis)
  • Zwerg-Duftflieder (Syringa meyeri)
  • Zwergflieder (Syringa microphylla)

Für Liebhaber des Besonders dürfte vor allem die Sorte ‚Primrose‘ interessant sein. Dieser Edelflieder ist die bisher einzige Sorte, die weder weiß noch violett blüht. Stattdessen zeigt sie zwischen Mai und Juni hellgelbe Blütenrispen.

Flieder mit anderen Blütensträuchern kombinieren

Bei der Kombination mit anderen Blütensträuchern sollten Sie darauf achten, dass die verschiedenen Arten ähnliche Ansprüche an Standort, Boden und Pflege haben – dann klappt es auch mit der Nachbarschaft. Außerdem ist das Einhalten eines ausreichenden Pflanzabstandes notwendig, damit die Gehölze gesund bleiben und Platz zum Wachsen haben. Wie groß dieser Abstand ist, hängt u. a. von der konkreten Verwendung ab. Hecken beispielsweise können Sie enger bepflanzen als lockere Gruppenpflanzungen. Geeignete Nachbarn sind beispielsweise:

  • Zierapfel (Malus)
  • Zierkirsche (Prunus)
  • Weigelie (Weigela)
  • Blutpflaume (Prunus cerasifera)
  • Duftjasmin / Pfeifenstrauch (Philadelphus)
  • Kolkwitzie / Perlmuttstrauch (Kolkwitzia amabilis)
  • Prachtspieren (Astilbe japonica)
  • Gartenhibiskus / Garteneibisch (Hibiscus syriacus)
  • Hortensien (Hydrangea)
  • Goldregen (Laburnum watereri) – Vorsicht, hochgiftig!
  • Buschmalven (Lavatera)
  • Schneeball (Viburnum)
  • Ranunkelstrauch (Kerria japonica)
  • Rosen (Rosa)
  • Kreppmyrte / ‚Flieder des Südens‘ (Lagerstroemia)

Tipps

Auch lässt sich der Gartenflieder mit dem trotz ähnlichen Namens nicht verwandten Sommerflieder (Buddleja davidii) kombinieren – dann haben Sie zwischen Mai und Oktober zahlreiche Schmetterlinge im Garten.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: PJ photography/Shutterstock

Beiträge aus dem Forum

  1. tade
    Zitronenbaum
    tade
    Tropische Pflanzen
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