Die Felsenbirne erfolgreich umpflanzen

Eine Felsenbirne kann sich im Garten optimal entwickeln, wenn sie von vornherein an einem gut durchdachten Standort gepflanzt wird. Sollte ein späteres Umpflanzen trotzdem einmal notwendig werden, so stell dies bei einer Felsenbirne in der Regel kein sehr großes Problem dar.

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Das Umpflanzen während der Blütezeit ist nicht sehr empfehlenswert

Besser umpflanzen als brachial zurückschneiden

Manche Gartenbesitzer unterschätzen zum Zeitpunkt der Sortenauswahl die Größe, die verschiedene Sorten der Felsenbirne im Laufe der Jahre erreichen können. Dabei gibt es durchaus auch kleinere Sorten, von von ganz allein und ohne ständigen Rückschnitt lediglich eine geringere Wuchshöhe erreichen. Kommt es aber zu dem Fall, dass eine Felsenbirne an ihrem ursprünglichen Standort zu hoch zu werden droht, so sollte dem Umpflanzen vor einem brachialen Rückschnitt der Vorzug gegeben werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Gartensträuchern- und -bäumen vertragen Felsenbirnen brachiale Rückschnitte nur schlecht, außerdem erholen sie sich optisch oft erst nach Jahren von ihrer nach dem Rückschnitt eher unästhetischen Form.

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Der richtige Zeitpunkt für das Umpflanzen

Grundsätzlich sind Felsenbirnen beim Umpflanzen nicht sehr empfindlich. Sie können daher als Containerware aus dem Fachhandel sowie beim Umpflanzen innerhalb des eigenen Gartens fast ganzjährig gepflanzt werden. Ideal sind dafür das Frühjahr und der Herbst, während hochsommerlicher Hitzeperioden oder bei Frost und gefrorenem Boden während der Winterzeit sollte aber nicht umgepflanzt werden. Werden Felsenbirnen im Topf kultiviert, sollten sie etwa alle drei Jahre in ein Gefäß von passender Größe umgepflanzt werden.

Die richtige Vorgangsweise beim Umpflanzen

Beim Umpflanzen sollte darauf geachtet werden, dass ein möglichst intakter Wurzelballen erhalten bleibt. Stechen Sie daher in einem Abstand von mindestens 50 cm vom Stamm der Felsenbirne mit einem Spaten in das Erdreich, um vorsichtig den Übergang zwischen den dickeren Wurzeln und den Haarwurzeln zu finden. Sorgen Sie außerdem für einen möglichst schonenden Transport zum neuen Standort, damit möglichst viel Erde an den Wurzeln verbleibt und diese nicht so leicht austrocknen können. Das Pflanzloch am neuen Standort sollte etwas größer als notwendig ausgegraben und rundherum mit lockerem Substrat wieder etwas angefüllt werden. So wird der Felsenbirne das Anwurzeln am neuen Standort durch die Bildung neuer Haarwurzeln erleichtert. Außerdem sollte auf die folgenden Punkte geachtet werden:

  • die Felsenbirne nach dem Umpflanzen einige Wochen lang mehr gießen
  • dauerfeuchte Standorte mit einer Drainageschicht entwässern
  • nach dem Einpflanzen großzügig angießen, um das Erdreich gut um die Wurzeln zu verteilen

Tipp

Bei der Felsenbirne kann es durchaus hilfreich sein, wenn die Pflanze direkt mit dem Umpflanzen auch einen dezenten Rückschnitt erhält. So wird die Balance zwischen der Pflanzenmasse und dem üblicherweise etwas dezimierten Wurzelwerk wieder hergestellt und das Anwachsen am neuen Standort erleichtert.

Text: Alexander Hallsteiner
Artikelbild: Peter Turner Photography/Shutterstock

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