Methoden zum Entfernen von Fadenalgen

Fadenalgen kommen von Natur aus in gesunden und intakten Gewässern vor. Wenn sie sich in großem Maße ausbreiten, sind die Wasserbedingungen aus dem Gleichgewicht geraten. Der übermäßige Bewuchs kann auch auf eine falsche Bepflanzung hindeuten.

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Fadenalgen lassen sich am besten manuell entfernen

So lassen sich Fadenalgen entfernen:

  • Abfischen: ist eine ökologische aber zeitaufwändige Methode
  • Absaugen: als indirekte Variante zur Algenbekämpfung
  • Rindenmulch: verschlechtert Wachstumsbedingungen der Fadenalgen
  • Algenblocker: helfen bei akuten Algenblüten

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Abfischen

Fadenalgen gelten als wertvolle Wasserpflanzen, denn sie bieten Kleinstlebewesen einen Lebensraum. Kaulquappen, Molche, Käfer- und Libellenlarven oder Wasserinsekten nutzen die Pflanzen als Versteck. Sie sollten die Algenkissen vor dem Abfischen vorsichtig mit einem Stock durchfahren, damit die Tiere fliehen können.

Benötigte Utensilien

Es gibt spezielle Algenbürsten, mit denen Sie den Bewuchs aus dem Gartenteich bequem entfernen. Kostengünstigere Alternativen sind Kescher. Sie können auch eine Toilettenbürste an einen langen Stock binden und damit die Algen einsammeln. Streifen Sie die Masse am Ufer ab und lassen Sie das Material einige Stunden in Wassernähe liegen. Tiere finden so den Weg zurück ins Wasser. Geben Sie die Algenrückstände anschließend auf den Kompost.

Absaugen

Die Ursache für übermäßig viele Fadenalgen im Teich sind zu viele Nährstoffe im Wasser. Teichschlammsauger können nicht die Algen selbst entfernen. Sie entziehen dem Teich düngende Stoffe und zerstören somit die Wachstumsgrundlage der Pflanzen. Die Geräte funktionieren wie klassische Nasssauger.

Sauger mit Auffangbehälter

Diese Variante ist für kleinere Teiche mit einem Fassungsvermögen von 1.000 Liter geeignet. Der Sauger fängt den abgesaugten Faulschlamm in einem Auffangbehälter auf, der regelmäßig geleert werden muss. Je nach Modell können die Behälter zwischen 20 und 40 Liter Material aufnehmen.

Sauger mit Ablaufschlauch

Mehr Komfort bieten Modelle mit einem Zwei-Kammer-System. Nachdem die erste Kammer mit Faulschlamm gefüllt wurde, lenkt das Gerät den Strom automatisch in den zweiten Hohlraum. Währenddessen wird das bereits aufgefangene Material über einen Schlauch direkt in das Beet gepumpt. Das gereinigte Wasser fließt zurück in den Teich.

Rindenmulch

Indem Sie natürliche Gerb- und Huminsäuren in das Gewässer einbringen, können Sie den pH-Wert absenken und zugleich die Sonnenreflexion des Teichwassers erhöhen. Dadurch bekommen Fadenalgen weniger Sonnenlicht ab, was sich negativ auf das Wachstum auswirkt. Geben Sie unbehandelten Torf, Eichenrinde oder -laub in einen Jutesack (4,00€ bei Amazon*) und hängen Sie diesen wie einen Teebeutel in das Wasser, sodass sich die Stoffe langsam lösen.

Algenblocker

Es gibt verschiedene chemische Mittel, mit denen sich Fadenalgen im Gartenteich bekämpfen lassen. Greifen Sie nur in akuten Notfällen zu solchen Produkten, da diese massive Auswirkungen auf die Lebensgemeinschaften im Gewässer haben und der Umwelt schaden. Sogenannte Algenblocker bekämpfen den unerwünschten Pflanzenbewuchs, indem sie die Wachstumsbedingungen verändern. Sie können beispielsweise einen Überschuss an Phosphat reduzieren.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Manfred Ruckszio/Shutterstock

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