Was tun bei Erdwespen im Garten?

Wenn im Laufe des Sommers immer mehr Wespen Ihre Wege im Garten kreuzen, kann sich ein Nest angesiedelt haben. Wenn es im Gartenboden angelegt ist, kann das ziemlich kritisch sein. Wie Sie sich in diesem Fall verhalten sollten, ist vor allem: umsichtig und ruhig.

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Erdwespen im Garten sind an entlegenen Orten kein Problem

Die Charakteristika von Erdwespen

Erdwespen sind eigentlich keine eigene Artenbezeichnung, sondern nur ein landläufiger Begriff für Wespen, die im Boden nisten. Arten, die das tun, sind bei uns in Mitteleuropa vor allem die Deutsche und die Gemeine Wespe. Allerdings sind sie auch nicht auf unterirdische Unterschlupfe beschränkt – sie können auch an höher gelegenen Orten wie Dachtstühlen oder Rollladenkästen ihren Gefallen finden.

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Ein Erdwespenstaat besteht etwa von April bis Oktober. Bis etwa August bereiten die Königin und die Arbeiterinnen die Nachzucht von neuen Geschlechtstieren, also Männchen und neuen Königinnen, für die Bestandssicherung im Folgejahr vor. Das intensivste Wespenaufkommen liegt deshalb im August und September.

Als Domizile in der Erde suchen sich Wespen zum Beispiel leere Mause- oder Maulwurfsbauten oder Steinhaufen aus.

Zum Merken:

  • Erdwespen sind Wespen, die saisonal im Boden nisten
  • Wespenstaat überdauert etwa von April bis Oktober
  • Mögliche Domizile: Mause- oder Maulwurfsbauten, Steinhaufen

Wie den Erdwespen begegnen?

Wespen sind stachelbewehrte Wild- und Raubtiere, die vor allem im Massenverbund ziemlich ungemütlich werden können. Beim Kontakt mit Wespen gilt deshalb die Devise: Möglichst keinen Streit vom Zaun brechen. Verhalten Sie sich allgemein eher ruhig und passiv und vermeiden jede ärgerliche Bekämpfungsmaßnahme.

Wespen sind außerdem artengeschützt – eine mutwillige Beeinträchtigung, Verletzung oder Tötung ist deshalb mit hohen Geldstrafen belegt. Wer absolut nicht mit einem Erdwespenstaat im Garten leben kann – etwa aus Allergiegründen oder wegen im Haushalt lebender Kleinkinder – kann eine Bekämpfungserlaubnis behördlich einholen und zum Beispiel einen Imker für eine Nestumsiedlung beauftragen.

Ansonsten sollten Sie einen besonnenen Mittelweg beschreiten. Zum einen können Sie sanfte Vertreibungsmaßnahmen ergreifen, etwa indem Sie für Wespen unangenehm riechende Pflanzen und Öle im Garten nutzen. Passend ist alles Ätherische, also vor allem Kräuter wie Lavendel, Thymian oder Basilikum und Öle aus Zitronengras oder Rosmarin.

Auch hilft es, die Wespen mit überreifem Obst an Stellen zu locken, wo sie weniger stören. Den Bereich um das Nest sperren Sie am besten ab und versuchen, die Tiere bis zur herbstlichen Staatenauflösung zu dulden.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: UllrichG/Shutterstock
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