Eibe als Hecke anlegen – So pflanzen Sie eine Eibenhecke

Die Eibe ist ein immergrüner Nadelbaum, der in unseren Breiten heimisch ist. Sie kommt also mit unseren Bedingungen gut klar, ist sehr robust und lässt sich problemlos in Form schneiden. Deshalb ist die Eibe als Hecke zurecht so beliebt.

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Mithilfe einer Schnur lässt sich eine gerade Hecke anlegen

Eiben eignen sich sehr gut als Heckenpflanzen

Sie sind auf der Suche nach einer Heckenpflanze, die immergrün, pflegeleicht und zudem blickdicht ist? Dann könnte die Eibe als Hecke die richtige Wahl sein. Eiben kommen mit den meisten Standorten zurecht, lassen sich stark stutzen und sogar in spezielle Formen zurechtschneiden.

Allerdings ist die Eibe ein sehr langsam wachsender Baum, sodass es einige Zeit dauert, bis eine höhere Hecke entsteht. Wenn Sie nicht so lange warten möchten, kaufen Sie gleich etwas größere vorgezogene Pflanzen.

Viel Pflege benötigt eine Hecke aus Eibe nicht, wenn Sie schon beim Pflanzen ein paar Dinge beachten.

Der richtige Standort

Am liebsten mag die Eibe einen Standort im Halbschatten. Sie verträgt zwar auch Sonne und völligen Schatten. Allerdings setzt die Sonnenbestrahlung den Jungpflanzen sehr zu. Älteren Pflanzen macht die Sonne aber nichts mehr aus.

In starken Schattenlagen verzögert sich das ohnehin langsame Wachstum der Eibenhecke zusätzlich.

Pflanzstelle vorbereiten und Eiben setzen

  • Schnur spannen
  • Löcher ausheben
  • Drainage anlegen
  • Pflanzerde mit Kompost, Hornspäne verbessern
  • Wurzelballen 24 Stunden wässern
  • Eiben setzen
  • Erde anschütten
  • vorsichtig antreten
  • gut angießen
  • in den ersten Monaten häufig gießen

Achten Sie darauf, dass keine Staunässe entstehen kann, denn diese mag die Eibe gar nicht. Entfernen Sie deshalb Bodenverdickungen und legen Sie eine Drainage aus Sand und Kies an.

Pro Meter Hecke müssen Sie mit drei bis vier Eiben rechnen. Pflanzen Sie nicht zu dicht, um späteren Pilzbefall zu verhindern.

Eibe in der Hecke richtig pflegen

Um das Wachstum der Hecke aus Eibe etwas zu beschleunigen, sollten Sie im Frühjahr düngen. Dazu verwenden Sie entweder Langzeitdünger oder Sie arbeiten reifen Kompost, abgelagerten Pferdemist und etwas Kalk in den Boden ein.

In den ersten Jahren müssen Sie Hecke regelmäßig wässern, damit sie nicht vertrocknet. Später brauchen Sie nur noch in sehr trockenen Sommern und Wintern zu gießen.

Eibenhecke schneiden

Gleich nach dem Pflanzen schneiden Sie die Hecke zurück. Eiben vertragen einen starken Rückschnitt problemlos. Je mehr Sie schneiden, desto schneller wird die Eibenhecke dicht.

Schneiden Sie die Hecke zweimal im Jahr – einmal im Frühjahr vor dem Neuaustrieb und einmal im Spätsommer.

Verkahlt die Hecke mit der Zeit, kürzen Sie sie stark ein, damit wieder Licht an die unteren Regionen gelangt. Die Eibe treibt dann neu aus und die Eibenhecke ist nach einiger Zeit wieder schön blickdicht.

Tipps

Bevor Sie eine Eibenhecke planen, überlegen Sie genau, wo Sie die Bäume setzen möchten. Eiben sind stark giftig und für Gärten mit Kindern oder in der Nähe von Haus- und Weidetieren eine echte Gefahr.

Text: Sigrid Hestermann
Artikelbild: LianeM/Shutterstock
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