Lavendel Lavandin
Die gezüchtete Lavendelsorte Lavandin wird v.a. in der Provence häufiger angebaut als Echter Lavendel

Echter Lavendel – So erkennen Sie ihn

Seit Jahrtausenden schon gehört der Echte Lavendel zu den wichtigsten und wertvollsten Heil- und Gewürzpflanzen, wobei die Pflanze mittlerweile sowohl in Kultur als auch in freier Wildbahn nur noch selten zu finden ist. Ihren Platz haben die zahlreichen Zuchtsorten und Hybriden eingenommen, die sich jedoch weder in der Küche noch in der Heilkunde verwenden lassen. Daher finden Sie in diesem Artikel Hinweise, woran Sie den Echten Lavendel erkennen.

Echter Lavendel versus Lavandin

Die größte Konkurrenz wird dem Echten Lavendel (Lavandula angustifolia) von dem Hybriden Lavandin gemacht, einer Kreuzung aus dem Echten und dem Hohen Speiklavendel (Lavandula latifolia). Dieser erzüchtete Lavendel ist auch derjenige, der mehrheitlich auf den endlosen Lavendelfeldern der Provence und der Toskana angebaut wird. Im Garten sowie in freier Wildbahn – wobei der Lavandin nicht verwildert – können Sie die beiden Arten vor allem anhand ihrer Höhe sowie ihrer Blätter unterscheiden. Die nachfolgende Tabelle gibt ihnen einen Überblick.

Lavendel Echter Lavendel Lavandin
Wuchsform Kleinstrauch Kleinstrauch
Wuchshöhe 60 bis 100 cm bis 50 cm
Blätter schmal lanzettlich, behaart länglich, lanzettlich
Blattlänge 2 bis 5 cm 4 bis 6 cm
Blattfarbe immergrün, Unterseite silbrig-weiß graugrün
Blüte ährig ährig
Blütezeit ab Juni / Juli ab Juni / Juli
Höhe der Blütenstände 10 bis 15 cm 10 bis 20 cm

Beim Kauf auf Zusätze wie „fein“ oder „extra“ achten

Sofern Sie Lavendelöl kaufen möchten, so achten Sie auf die Zusätze „fein“ oder „extra“ – nur dann erwerben Sie tatsächlich das Öl des Echten Lavendels. Da die Ausbeute an reinem Öl beim Echten Lavendel nur sehr mager ist, erzielt dieses auch entsprechend teure Preise und wird in der Industrie gern durch das minderwertigere Öl des Lavandin bzw. sogar durch künstliche Aromastoffe ersetzt. Diese mögen vielleicht ähnlich betörend duften, doch dieselbe medizinische bzw. kulinarische Wirkung haben sie nicht.

Tipps

Auch den gern in Töpfen kultivierten Schopflavendel können Sie durch die charakteristische Form seiner Blüten gut vom Echten Lavendel unterscheiden. Die Blütenähre des Schopflavendels weist, wie der Name schon andeutet, einen deutlichen „Schopf“ auf. Außerdem bleibt die Pflanze deutlich kleiner als andere Lavendelarten.

Text: Ines Jachomowski

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