Dörrobstmotten – Nahrungsspezialisten und Überlebenskünstler?

Sie gehören zu den Lebensmittelmotten und scheinen keine Nahrung im Vorratsraum zu verschmähen. Dörrobstmotten befallen verschiedene Nahrungsmittel und sind nur schwer wieder loszubekommen. Wer sie einmal hat, der steht vor einer Geduldsprobe. Doch mit geeigneten Maßnahmen lässt sich die Plage effektiv bekämpfen.

Lebensmittelmotte
Die Dörrobstmotte sieht recht unscheinbar aus

Das Wichtigste in Kürze

  • Dörrobstmotten können mit Pheromonfallen, chemischen oder Hausmitteln oder Nützlingen bekämpft werden
  • Heiße Luft tötet Larven und Puppen ab
  • Ätherische Öle wie Lavendel, Nelke oder Zeder verwirren ausgewachsene Motten
  • Zur Vorbeugung sollten Lebensmittel fest verschlossen und neu gekaufte Ware regelmäßig überprüft werden

Dörrobstmotten bekämpfen

Wer einmal einen Befall durch die Dörrobstmotte festgestellt hat, benötigt Geduld. Wenn Sie die Schädlinge loswerden möchten, sollten Sie nicht nur direkte Maßnahmen zur Bekämpfung ergreifen. Eine Vorbeugung ist genauso wichtig, damit sich das Schauspiel nicht erneut wiederholt.

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Pheromonfalle

Eine solche Falle enthält Sexuallockstoffe, von denen die Männchen angezogen werden. Sie bleiben nach der Landung an der Klebefläche haften. Für die Bekämpfung eignet sich diese Maßnahme jedoch nicht, da weder Weibchen noch Larven von den Duftstoffen angezogen werden. Mit Pheromonfallen können Sie überprüfen, ob sich in Ihrem Haushalt Dörrobstmotten aufhalten. Die Lockstoffe sind artspezifisch, sodass Sie ein Produkt speziell für die Dörrobstmotte benötigen. Die Fallen können über mehrere Wochen angewendet werden.

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Pheromonfallen sind weit verbreitet im Kampf gegen Dörrobstmotten

Chemische Mittel

Im Handel werden verschiedene Insektizide angeboten, mit denen Sie die Larven vernichten können. Oft enthalten die Produkte den Naturstoff Pyrethrum, welcher aus verschiedenen Tanacetum-Arten gewonnen wird. Sie werden in die Schlupfwinkel der Larven gesprüht, sodass diese innerhalb kurzer Zeit verenden.

Es gibt spezielle Insektenstrips zur Bekämpfung von Dörrobstmotten. Sie bestehen aus einem Vlies, das durch ein Gitter geschützt wird. Über mehrere Monate verströmt das Vlies einen chemischen Wirkstoff in der Raumluft, der die Motten vernichten soll. Allerdings sind solche chemischen Wirkstoffe auch für den Menschen nicht ungefährlich.

Nützlinge

Effektiv und gesundheitlich unbedenklich ist der Einsatz von Schlupfwespen (21,90€ bei Amazon*) der Gattung Trichogramma. Sie leben parasitisch und legen ihre Eier mit einem lange Legestachel in die Eier der Dörrobstmotte. Die Wespenlarven fressen die Eier von innen auf. Ausgewachsene Schlupfwespen suchen sich neue Gelege für die Eiablage. Während die Nützlinge ihre Arbeit verrichten, sollten Sie nicht zum Staubsauger greifen.

Vorteile:

  • Nützlinge werden kaum bemerkt
  • keine Gefahr für den Menschen
  • Schlupfwespen verschwinden, sobald sie keine Motteneier finden
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Mit Hausmitteln beseitigen

Dörrobstmotten meiden bestimmte Lebensmittel wie Fette und Öle, Zucker und Salz sowie stark geräucherte Nahrung. Zahlreiche andere Produkte sind nicht sicher, sodass sie bei einem Befall entsorgt werden sollten. Anschließend müssen Sie weitere Maßnahmen einleiten, damit sich die Schädlinge nicht weiter ausbreiten können.

Tipps

Saugen Sie Nischen aus und reinigen Sie Kühlschrank, Regale und Oberflächen mit Essigwasser.

Heiße Luft

Wenn Ihre Möbel robust und unlackiert sind, können Sie Ritzen und Spalte für einige Minuten mit einem Föhn aufheizen. Die heiße Luft tötet Larven und Puppen ab und sorgt dafür, dass sich die Eier nicht weiter entwickeln. Diese Methode ist sehr effektiv, da die Heißluft auch schwer zugängliche Stellen erreicht.

Kälte- und Hitzebehandlung

Wenn Sie einen Befall durch Dörrobstmotten feststellen, sollten Sie vorsichtshalber auch die unversehrte Nahrung behandeln. Frieren Sie Lebensmittel für etwa eine Woche ein. Bei den frostigen Temperaturen im Tiefkühler können Eier und Larven nicht mehr überleben. Sie überstehen kurzfristig Temperaturen bis minus zehn Grad Celsius. Den gleichen Effekt erzielen Sie, wenn Sie Nahrungsmittel im Ofen auf 60 bis 80 Grad Celsius erhitzen.

Duftöle

Oft wird geraten, intensiv riechende Pflanzen oder Duftsäckchen in verschiedenen Ecken des Raums zu verteilen. Duftöle von Lavendel, Nelke oder Zeder sollen ausgewachsene Motten bei der Suche nach einem Eiablageplatz verwirren. Das führt allerdings dazu, dass sich die Motten andere Verstecke suchen. Gegen Larven, Eier und Puppen helfen Duftöle nicht.

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Lavendelsäckchen verwirren die Motten

Vorbeugen

Da die Eier mit bloßem Auge nicht erkennbar sind, lassen sich befallene Lebensmittel im Supermarkt nur selten identifizieren. Dennoch können Sie manchmal Hinweise auf einen Schädlingsbefall finden.

Gekaufte Nahrung kontrollieren

Oft kommt die Dörrobstmotte mit dem Tierfutter ins Haus. Wenn Sie sich Futtermischungen aus offenen Selbstbedienungstheken im Fachhandel zusammenstellen, sollten Sie auf mögliche Schädlinge achten. Verzichten Sie auf einen Kauf, wenn Sie Käfer, Larven oder Maden im Futter finden. Verpackte Nahrung sollte keine Beschädigungen aufweisen. Kleine Löcher in Papier und Folie deuten auf einen Befall hin.

Tipps

Kaufen Sie lieber kleine Mengen anstatt große Vorräte zu lagern. Wenn Sie Nahrungsmittel lagern, achten Sie auf kühle und trockene Bedingungen.

Lebensmittel sicher lagern

Ein Schraubverschlussglas reicht oft nicht aus, um die Nahrung sicher aufzubewahren. Die jungen Larven sind in der Lage, durch das Gewinde in den Innenraum zu kriechen. Eine sichere Lagerungsmöglichkeit ist ein luftdicht verschließbarer Behälter, dessen Deckel mit einer Gummidichtung ausgestattet ist. Hochwertige Gefrierdosen eignen sich für die Lagerung.

Hinweis: Es dauert mehrere Monate, bis Sie die Plage wieder los sind. Achten Sie daher auf eine absolut luftdichte Lagerung Ihrer Vorräte.

Steckbrief

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Die Dörrobstmotte ist hübsch gefärbt


Die Dörrobstmotte (Plodia interpunctella) ist eine Schmetterlingsart aus der Familie der Zünsler. Sie gilt als Vorratsschädling und befällt verschiedene Lebensmittel in Haushalten und Kaufhäusern. Die Art wurde nach Mitteleuropa eingeschleppt und verbreitet sich unter warmen Temperaturen optimal.

Weitere Trivialnamen:

  • Kupferroten Dörrobstmotte
  • Vorrats- oder Hausmotte
  • fälschlicherweise Kakaomotte, hinter der sich die Art Ephestia elutella verbirgt

Aussehen

Die ausgewachsenen Falter haben eine Flügelspannweite zwischen 13 und 20 Millimeter. Ihr Körper wird etwa vier bis zehn Millimeter lang. Im Gegensatz zu Mehl- und Kakaomotten sind Dörrobstmotten auffälliger gefärbt. Ihre Vorderflügel erscheinen auf der Oberseite kupferrot mit einer cremeweißen Zone im vorderen Drittel, welche sich durch ein schwarz gefärbtes Band abhebt. Wenn sich die Falter in Ruhestellung befinden, sieht diese Fläche wie eine weiße Schulter aus. Die Unterseite der Vorderflügel ist silbergrau gefärbt. Auch die Hinterflügel haben eine gräuliche Färbung.

  Färbung Größe Sonstiges
Ei weiß mit netzartigem Muster etwa 0,5 x 0,3 mm klebrig
Larve weisslich, grünlich, rötlich mit braunem Kopf jung: bis 1,5 mm, ausgewachsen 14 bis 17 mm Färbung abhängig von Nahrung
Puppe weiß 6 bis 8 mm dichter Seidenkokon

Paarung und Eiablage

Bereits wenige Stunden nach dem Schlupf verpaaren sich Männchen mit ihren Geschlechtspartnerinnen, die kurze Zeit Später Eier ablegt. Weibchen legen zwischen 200 und 400 Eier, die einzeln in ein bestimmtes Substrat platziert werden. Die Eier werden nicht mit einem Mal sondern in mehreren Etappen abgelegt, wobei die täglichen Raten schnell abnehmen. Bei optimalen Bedingungen kommt es mehrmals im Jahr zu einer Eiablage.

Exkurs

Maden und Raupen

Aus den Eiern der Dörrobstmotte schlüpfen Raupen. Sie stellen das eigentliche Fressstadium der Schmetterlinge dar, denn viele ausgewachsene Falter können keine Nahrung mehr zu sich nehmen. Als Raupen werden die Larvenstadien der Schmetterlinge bezeichnet. Im Gegensatz zu Maden, die das Larvenstadium von Zweiflüglern darstellen, haben Raupen eine Kopfkapsel und echte Gliedmaßen.

Lebenszyklus

Nach etwa einer Woche schlüpfen die Raupen, die unterschiedlich gefärbt sein können. Sie ernähren sich hauptsächlich an den Außenschichten der Nahrung und entwickeln währenddessen kontinuierlich feine Gespinste. Sie durchlaufen während dieser Fressphase mehrere Häutungen. Die Zahl dieser Entwicklungsphasen schwankt je nach Umweltbedingungen zwischen drei und sieben, wobei fünf Larvenstadien typisch sind.

Larvenansammlung in verschiedenen Lebensmitteln

Kurz vor dem Verpuppen stellen die Larven das Fressen ein und gehen in eine Wanderphase über. Sie verlassen die Nahrungsvorräte und suchen sich einen geschützten Ort, an dem sie sich in eine Puppe verwandeln können. Die Wanderungen können zwischen drei und zehn Tage andauern. Raupen verpuppen sich in Spalten und geschützten Nischen. Im Kokon können die Larven in einen Ruhezustand übergehen, der bis zu 330 Tage anhalten kann. Dieser Zustand wird Diapause genannt.

So kommt es zur Diapause:

  • sinkende Temperaturen
  • Lichtmangel
  • hohe Populationsdichten
  Entwicklung im Ei Larvenentwicklung Entwicklung in der Puppe
20 Grad Celsius 8 Tage 50 Tage 16 Tage
25 Grad Celsius 5 Tage 28 Tage 9 Tage
30 Grad Celsius 3 Tage 20 Tage 7 Tage

Ökologie und Vorkommen

Obwohl die Larven der Dörrobstmotten für eine optimale Entwicklung auf bestimmte Umweltbedingungen angewiesen sind, so können die Raupen auch suboptimale Verhältnisse kurzzeitig überdauern. Dazu gehen ausgewachsene Raupen in einen Zustand über, indem sie ihren Stoffwechsel zurückfahren und keine Nahrung mehr zu sich nehmen. Erst wenn die Faktoren wieder günstiger werden, laufen die Entwicklungsprozesse weiter.

Temperatur

Die Larven können für kurze Zeit kalte Temperaturen überstehen, sodass sie in unbeheizten Vorratsräumen überleben können. Selbst Minustemperaturen im oberen zweistelligen Bereich schädigen die Organismen nicht. Sinken die Temperaturen unter minus zehn Grad Celsius, sterben auch die Larven. Steigt das Thermometer auf mehr als 30 Grad Celsius, reduziert sich die Aktivität der Raupen ebenfalls. Der optimale Temperaturbereich liegt zwischen 20 und 30 Grad Celsius.

Feuchtigkeit

Die Lebensdauer der Falter erhöht sich, wenn die Luftfeuchtigkeit ansteigt. Daher sind Dörrobstmotten häufig in feuchten Vorratsräumen zu beobachten. Wasserpfützen begünstigen das Überleben der Falter zusätzlich. Auch die Raupenentwicklung wird durch eine hohe relative Luftfeuchte begünstigt. Sie läuft bei Werten zwischen 50 und 90 Prozent schneller ab. Die Larven überleben auch sehr trockene Bedingungen mit einer Luftfeuchtigkeit bis 20 Prozent.

Licht

Die Motten sind bevorzugt in der Abenddämmerung aktiv, wobei sie von Lichtquellen angezogen werden und diese umschwirren. Am Tag sitzen sie mit zusammengefalteten Flügeln an den Wänden. Die Entwicklung der Larven wird von der täglichen Lichtmenge beeinflusst. Kurze Helligkeitsperioden verursachen einen Ruhezustand.

Ausbreitung

Ursprünglich stammt die Dörrobstmotte aus warm-gemäßigten und subtropischen Regionen. Ihr Hauptverbreitungsgebiet erstreckt sich über Vorderasien bis zum Mittelmeerraum. Hier entwickeln sich die Larven an Baumfrüchten wie Feigen, Datteln oder Aprikosen. Die Art wurde in zahlreiche Länder außerhalb des natürlichen Areals eingeschleppt. Wegen ihrer großen Nahrungstoleranz und der hohen Anpassungsfähigkeit ist die Dörrobstmotte die häufigste Lebensmittelmotte.

Nahrung

Ausgewachsene Dörrobstmotten ernähren sich nicht von Lebensmitteln. Lediglich die Raupen stellen eine Gefahr für Vorräte dar. Die Weibchen legen ihre Eier bereits auf das Nahrungssubstrat ab, sodass sich die geschlüpften Larven sofort ausbreiten können. Sie haben ein breites Nahrungsspektrum und befallen hauptsächlich kohlenhydratreiche Getreideprodukte und Sämereien. Auch Papier- und Plastikfolien stellen für sie kein Hindernis dar, denn sie können sich durch das Material fressen.

Das fressen Raupen:

  • Schokolade: bevorzugt mit Mandeln und Haselnüssen
  • Nüsse: Studentenfutter, Pistazien
  • Getreideprodukte: Nudeln, Müsli, Brot
  • Sämereien: Hülsenfrüchte wie Kichererbsen, Hirse
  • Genussmittel: Kaffee, Tee, Kakao
  • Obst: in Ausnahmefällen frische Äpfel, Pfirsiche oder Datteln

Häufig gestellte Fragen

Wie erkenne ich einen Befall durch Dörrobstmotten?

Einen Befall durch Dörrobstmotten erkennen Sie daran, dass verschiedene Nahrungsmittel mit einem feinen weißen Gespinst durchzogen sind. Die Schädlinge halten sich bevorzugt in feuchten Vorratskämmern auf, kommen aber auch mit trockeneren Bedingungen in Küchen zurecht. Wenn Sie Motten im Schlafzimmer oder in Ihrer Kleidung feststellen, handelt es sich vermutlich um die Kleidermotte (Tineola bisselliella).

So unterscheiden Sie Lebensmittelmotten:

  • Dörrobstmotten sind überwiegend braun-weiß gefärbt
  • Mehlmotten haben silbrig-graue Flügel
  • Mehlzünsler erscheinen braun-gelb

Wie kann ich ein Dörrobstmotten-Nest finden?

Wenn Sie befallene Nahrungsmittel entsorgt haben, sollten Sie unversehrte Lebensmittel luftdicht in Gefrierdosen mit Gummidichtung aufbewahren. Suchen Sie anschließend die Räume gründlich ab. Larven ziehen sich nach der Fressphase in Nischen, Spalten und Ritzen zurück und verpuppen sich dort. Gelegentlich können die Raupen auch unter den Fußbodenbelag überdauern und im Puppenstadium überwintern. Die Raupen überwinden weite Strecken zwischen Nahrungsquelle und Verpuppungsort, sodass sie sich im ganzen Haus ausbreiten können.

Wie lange leben Dörrobstmotten?

Die Lebensdauer der Falter hängt stark von der Temperatur ab. Falter überleben bei Zimmertemperatur etwa zwei bis drei Wochen. Sie benötigen warme Temperaturen, damit aus den Eiern Larven schlüpfen und auch die anschließende Entwicklung wird durch steigende Temperaturen begünstigt. Je wärmer es ist, desto schneller entwickeln sich die Organismen in den Ei-, Larven- und Puppenstadien:

  • 20 °C: Entwicklung dauert 74 Tage
  • 25 °C: Entwicklung innerhalb 42 Tagen
  • 30 °C: Entwicklung beträgt 30 Tage

Wo kommen Dörrobstmotten her?

Dörrobstmotten werden durch verunreinigte Nahrungsmittel eingeschleppt. Häufig befinden sich Eigelege in Tierfutter. Bei optimalen Bedingungen schlüpfen die Larven und breiten sich massenhaft in der Wohnung aus. Häufig sind Getreideprodukte befallen, wobei die Raupen ein breites Nahrungsspektrum haben und auch in anderen trockenen Lebensmitteln auftreten können.

Sind Dörrobstmotten gesundheitsschädlich?

Normalerweise besteht kein Grund zur Sorge, wenn Sie versehentlich befallene Lebensmittel verzehren. Die Larven sind zwar nicht giftig, sorgen aber für eine Verunreinigung der Nahrung. Sie hinterlassen feinen Kot, auf dem sich Pilze ansiedeln können. Eine Milbenausbreitung ist nicht ausgeschlossen. Der Verzehr befallener Produkte kann bei sensiblen Personen wie Allergikern oder Asthmatikern Probleme verursachen. Entsorgen Sie vorsichtshalber betroffene und scheinbar unversehrte Lebensmittel.

Text: Christine Riel
Artikelbilder: off5173/Shutterstock, Tusia/Shutterstock, Tomasz Klejdysz/Shutterstock

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