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Mehl Schädlinge: So erkennen und bekämpfen Sie sie

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Mehlschädlinge wie Motten, Milben und Käfer können Lebensmittelvorräte befallen und ungenießbar machen. Dieser Artikel stellt die häufigsten Schädlinge vor, erklärt, wie man einen Befall erkennt und gibt Tipps zur effektiven Bekämpfung und Vorbeugung.

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Die Mehlmotte legt ihre Eier im Mehl ab

Arten von Mehlschädlingen

Zu den häufigsten Mehlschädlingen zählen Mehlmotten, Mehlmilben, Mehlkäfer und Brotkäfer. Jeder dieser Schädlinge hat spezifische Merkmale und bevorzugte Nahrungsquellen.

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Mehlmotten

Mehlmotten sind kleine Falter mit einer Flügelspannweite von bis zu 14 Millimetern. Ihre silbergrauen Flügel sind mit hellen und dunklen Zickzacklinien gemustert. Die Weibchen legen bis zu 500 Eier in trockene Lebensmittel wie Mehl, Nudeln oder Reis. Die geschlüpften Larven fressen sich durch den Vorrat und hinterlassen feine Gespinste.

Mehlmilben

Mehlmilben sind winzige, hell gefärbte Spinnentiere, die zwischen 0,45 und 0,7 Millimeter groß werden. Sie benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit und befallen neben Mehl auch Getreide, Trockenobst und Teigwaren. Befallene Produkte riechen unangenehm süßlich und können gesundheitliche Probleme wie Magen-Darm-Beschwerden verursachen.

Mehlkäfer

Mehlkäfer, die zur Familie der Schwarzkäfer gehören, haben einen länglichen, dunklen Körper und werden zwischen 13 und 18 Millimeter groß. Ihre Larven, bekannt als Mehlwürmer, sind gelblich-braun. Mehlkäfer befallen hauptsächlich Getreide und Mehl und verursachen Fraßschäden, die Lebensmittel unbrauchbar machen.

Brotkäfer

Brotkäfer sind etwa 3 Millimeter lang und besitzen eine leichte Behaarung. Ihre Larven sind milchig-weiß und haben einen bräunlichen Kopf. Sie befallen stärkehaltige Lebensmittel wie Brot, Nudeln und Reis. Obwohl sie nicht direkt gesundheitsschädlich sind, verunreinigen sie Lebensmittel erheblich.

Anzeichen für einen Befall

Ein Befall durch Mehlschädlinge kann unterschiedliche Anzeichen aufweisen:

  • Sichtbare Schädlinge: Das Auftreten von Faltern, Larven oder Milben im Mehl oder im Vorratsschrank.
  • Löcher in Verpackungen: Diese werden oft von Mehlmottenlarven verursacht.
  • Gespinstfäden: Mehlmottenlarven hinterlassen diese fadenartigen Strukturen.
  • Verklumpungen: Mehlmilben verursachen oft Verklumpungen im Mehl durch angezogenes Kondenswasser.
  • Geruch: Ein unangenehm süßlicher Geruch kann auf einen Befall mit Mehlmilben hindeuten.
  • Kot und Eier: Kleine, dunkle Kotflecken sowie ein bräunlicher Schleier auf Lebensmitteln sind ein weiterer Hinweis.

Bekämpfung von Mehlschädlingen

Sobald ein Befall festgestellt wurde, sollten Sie schnell handeln, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Vorräte überprüfen und entsorgen

Untersuchen Sie alle Vorräte gründlich und entsorgen Sie befallene Lebensmittel in einer Mülltonne im Freien. Nicht befallene Lebensmittel können vorsorglich eingefroren oder im Backofen erhitzt werden, um vorhandene Eier abzutöten.

Lager reinigen

Reinigen Sie den Vorratsschrank und die Umgebung gründlich. Saugen Sie alle Regale aus und wischen Sie sie anschließend mit einer Essig-Wasser-Lösung ab. Die Hitze eines Föhns kann unerreichbare Stellen desinfizieren.

Fallen einsetzen

Pheromonfallen locken männliche Mehlmotten an und stören deren Fortpflanzung. Schlupfwespen, natürliche Feinde der Mehlmotten, bieten ebenfalls eine effektive und nachhaltige Bekämpfungsmethode.

Vorbeugung

Um Mehlschädlinge in Zukunft zu vermeiden, sollten folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Lebensmittel überprüfen: Kontrollieren Sie Neuzugänge auf beschädigte Verpackungen und Anzeichen eines Befalls.
  • Luftdicht lagern: Lagern Sie Lebensmittel in luftdicht verschließbaren Behältern.
  • Trocken und kühl lagern: Halten Sie Lagerräume gut belüftet, kühl und trocken.
  • Vorräte in Maßen halten: Lagern Sie nur kleine Mengen und kontrollieren Sie regelmäßig.
  • Fliegengitter anbringen: Fliegengitter an Fenstern und Türen verhindern das Eindringen von Motten.
  • Duftstoffe verwenden: Duftstoffe wie Anis, Zirbe oder Pfefferminze können abschreckend wirken.
  • Regelmäßig reinigen: Reinigen Sie Schränke und Lagerräume regelmäßig und verschließen Sie Ritzen und Spalten.
  • Neue Produkte einfrieren: Frieren Sie neu gekaufte Lebensmittel ein paar Tage ein, bevor Sie diese einlagern.
Bilder: Jurik Peter / Shutterstock