Thuja

Haben Sie Schädlinge an Ihrer Thuja-Hecke? So gehen Sie vor

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Thujen sind beliebte immergrüne Heckenpflanzen, doch auch sie können von verschiedenen Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die häufigsten Probleme, mit denen Thujen zu kämpfen haben, und zeigt effektive Maßnahmen zur Bekämpfung und Vorbeugung auf.

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Braune Stellen an der Thuja deuten auf Schädlinsbefall hin

Thuja-Miniermotte: Verursacher von Triebsterben und Verkahlung

Die Thuja-Miniermotte (Argyresthia thuiella) kann Ihre Thuja erheblich schädigen. Erste Anzeichen eines Befalls sind verfärbte Triebspitzen, die von Gelb bis Braun reichen und später absterben. Bei genauerer Betrachtung im Gegenlicht erkennen Sie durchscheinende Fraßgänge, die von den Raupen der Motte angelegt wurden. Diese Gänge sind mit Kot gefüllt und weisen ein kreisrundes Ausschlupfloch auf. Die Raupen selbst sind etwa 3 mm groß. Auch die bräunlich geflügelten adulten Motten sind gut zu erkennen. Sie legen ihre Eier bevorzugt im Juni und Juli an den Blattspitzen ab. Die geschlüpften Raupen ernähren sich von den inneren Schichten der Thuja-Schuppen und hinterlassen die charakteristischen Schäden. Der Befall kann sich über den Winter fortsetzen und zu einer auffälligen Verkahlung der Pflanze führen. Im schlimmsten Fall stirbt die Thuja ab.

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Bekämpfung der Thuja-Miniermotte

Um die Ausbreitung der Thuja-Miniermotte zu kontrollieren, sind effektive Gegenmaßnahmen entscheidend. Das Entfernen und Entsorgen der befallenen Triebe spielt hierbei eine Schlüsselrolle. So schränken Sie die Zirkulation der Motten ein. Ein natürliches Mittel wie Brennnesseljauche kann vorbeugend wirken und sollte parallel zu folgenden Maßnahmen angewandt werden:

  1. Schneiden Sie befallene Triebspitzen großzügig zurück.
  2. Entfernen Sie das Schnittgut aus Ihrem Garten.
  3. Fördern Sie natürliche Fressfeinde der Miniermotte durch einen vielfältigen und ökologischen Garten.
  4. Ziehen Sie den Einsatz eines Insektizids nur bei starkem Befall in Betracht.

Thuja-Bergmannmotte: Kahlfraß durch gefräßige Raupen

Die Thuja-Bergmannmotte (Argyresthia thuiella) stellt, insbesondere in ihrer Raupenform, eine ernsthafte Bedrohung für Thujen dar. Die kleinen, bis zu 3 mm großen grün bis hellbraunen Raupen ernähren sich vom Chlorophyll in den Nadeln der Thuja. Befallene Schuppen erscheinen transparent. Ein massiver Befall kann zu einem vollständigen Kahlfraß der Thujahecke und somit zu erheblichen Schäden führen.

Lebenszyklus und Bekämpfung der Thuja-Bergmannmotte

Die jungen Raupen der Thuja-Bergmannmotte überwintern geschützt unter den Schuppen der Thujen. Ab April beginnen sie mit ihrem Schadfraß. Die Verpuppung erfolgt im Mai, woraus Mitte Juni die Falter schlüpfen. Diese legen ihre Eier in die frischsten Triebe, womit der Kreislauf von neuem beginnt. Die neuen Raupen fressen sich durch das Laub bis zu den Zweigen vor. Um den Schaden zu begrenzen und die Thuja zu schützen, sollten Sie folgende Schritte beachten:

  1. Identifizieren und Eingrenzen des Befalls: Bei geringem Befall reicht es oft aus, die betroffenen Zweige zu entfernen. Reinigen Sie Ihre Schnittwerkzeuge nach der Anwendung gründlich, um ein Übertragen der Raupen auf gesunde Pflanzenteile zu verhindern.
  2. Regelmäßige Pflege: Ein kontinuierlicher Schnitt der Thuja fördert nicht nur deren kräftiges Wachstum, sondern minimiert auch die Anfälligkeit für einen Befall. Gesunde und kräftig wachsende Pflanzen haben bessere Chancen, sich von einem Befall zu erholen oder diesen abzuwehren.

Die Thuja-Bergmannmotte zeigt eine besondere Vorliebe für den westlichen Lebensbaum (Thuja occidentalis), weswegen Sie diese Art besonders aufmerksam auf Anzeichen eines Befalls untersuchen sollten.

Pilzkrankheiten: Schuppenbräune und Kabatina Zweigsterben

Pilzkrankheiten stellen eine ernsthafte Gefahr für Thujen dar, wobei Schuppenbräune und Kabatina Zweigsterben zu den häufigsten gehören. Beide Krankheiten zeigen ähnliche Symptome, was die Diagnose erschwert. Ein gezielter Schnitt der befallenen Triebe und die Wahl eines optimalen Standorts können jedoch dazu beitragen, den Befall in Schach zu halten.

Bei der Schuppenbräune (Didymascella thujina), die vorzugsweise den Riesenlebensbaum (Thuja plicata) und andere Arten befällt, zeigen sich folgende Anzeichen:

  • Junge Triebe verblassen, werden braun und trocknen anschließend aus. Bei starkem Befall sterben die Triebe vollständig ab und hinterlassen kahle Äste.
  • Auf den letztjährigen Trieben und besonders auf den unteren Zweigen entwickeln sich einzelne oder gruppierte, verbräunte Schuppenblätter, die abfallen können.
  • Ab Mai sind die ovalen, schwarzen Fruchtkörper (0,5-2mm groß) deutlich sichtbar. Ihre Sporen verbreiten sich von März bis Oktober, vor allem bei feuchten Wetterverhältnissen.

Vorbeugende Maßnahmen umfassen:

  1. Befallene Pflanzenteile stark zurückschneiden und entsorgen.
  2. Anwendung von Pflanzenschutzmittel nach dem Beschneiden und nach Regenwetter, abgestimmt auf die Schwere des Befalls.

Das Kabatina-Zweigsterben (Kabatina thujae) äußert sich durch:

  • Braunfärbung der Triebe, wobei einzelne Abschnitte klar vom gesunden Gewebe abgegrenzt sind und absterben.
  • Sichtbare, kleine schwarze Flecken auf den betroffenen Pflanzenteilen, aus denen Sporen austreten.

Bei einem Befall sollten folgende Schritte unternommen werden:

  1. Herausschneiden der befallenen Triebe zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung.
  2. Verbesserung der Bodenbeschaffenheit durch Lockerung und Anreicherung mit Nährstoffen, um feuchte und schlecht belüftete Standorte zu optimieren.

Beide Pilzkrankheiten bedürfen einer aufmerksamen Pflege und vorbeugenden Maßnahmen, um junge wie auch ältere Pflanzen zu schützen. Eine sorgsame Auswahl des Standorts und regelmäßiger Rückschnitt befallener Äste sind essenziell für ein gesundes Pflanzenwachstum.

Wurzelfäule: Gefahr bei zu nassem Boden

Wurzelfäule ist ein ernsthaftes Problem für Thujen, das durch stehendes Wasser und schlechte Bodenverhältnisse verursacht wird. Der dafür verantwortliche Pilz, Phytophthora, nutzt die Gelegenheit, sich in verdichteten Böden auszubreiten, wo die Wurzeln geschwächt sind und der Wasser- sowie Nährstofftransport beeinträchtigt ist. Anzeichen für Wurzelfäule sind unter anderem braune Verfärbungen des Laubes und des Wurzelbereiches. Oft sind zuerst einzelne Pflanzen in einer Hecke betroffen, aber ohne geeignete Maßnahmen kann sich die Krankheit schnell ausbreiten.

Präventive Schritte sind unerlässlich, da eine direkte Bekämpfung der Wurzelfäule oft nicht möglich ist. Eine gute Bodenbeschaffenheit und die Vermeidung von Staunässe sind Schlüsselfaktoren.

Zur Vorbeugung von Wurzelfäule ist folgendes zu beachten:

  • Vor dem Pflanzen den Standort gründlich auflockern, insbesondere bei dichten, schweren Böden. Eine Drainage kann hier Wunder wirken.
  • Achten Sie auf einen Pflanzplatz, der nicht zu Staunässe neigt. Senken und Stellen in der Nähe von Gartenteichen sind ungeeignet.
  • Bei der Bewässerung Vorsicht walten lassen. Weniger ist oft mehr, und es sollte darauf geachtet werden, dass das Wasser gut abfließen kann.
  • In Bezug auf die Pflanzenwahl, sollten Sorten bevorzugt werden, die trockenere Bedingungen tolerieren, besonders bei schweren Böden.
Bilder: mykhailo pavlenko / Shutterstock