Thuja vermehren – So ziehen Sie Ableger vom Lebensbaum

Thuja oder Lebensbaum lässt sich selber vermehren. Dafür müssen Sie allerdings viel Geduld aufbringen und gesunde Mutterpflanzen in der Hecke oder als Solitär pflegen. Wie vermehren Sie Thuja richtig?

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Die Vermehrung über Stecklinge geht schneller als die über Samen

Methoden zur Vermehrung von Thuja

Es gibt zwei Methoden, um Thuja zu vermehren: Vermehrung über Samen oder über Stecklinge.

Einen Lebensbaum aus Samen zu ziehen, ist sehr aufwändig und wird deshalb nur selten praktiziert. Die Anzucht aus Stecklingen ist unkomplizierter und Sie erhalten mit Sicherheit Ableger, die die gleichen Anlagen wie die Mutterpflanze haben.

Ob Sie Samen von Ihrer Thuja ernten oder Stecklinge für die Vermehrung verwenden wollen: Bedenken Sie, dass der Lebensbaum stark giftig ist. Das gilt vor allem für die Samen, die auf keinen Fall verzehrt werden dürfen. Beim Abreißen der Stecklinge sollten Sie unbedingt Handschuhe tragen.

Lebensbaum aus Samen vermehren

Einige Sorten des Lebensbaums blühen im Frühling reichlich und entwickeln im Herbst Früchte, die die Samen tragen. Diese lösen Sie im Oktober vorsichtig aus.

Säen Sie die Samen sofort in vorbereitete Töpfe mit Anzuchterde und lassen Sie diese über Winter draußen stehen. Thuja ist ein Kaltkeimer und braucht niedrige Temperaturen, um die Keimhemmung zu überwinden. Falls Sie die Thuja erst im Frühjahr aussäen möchten, lagern Sie die Samen über Winter in etwas feuchtem Sand im Kühlschrank.

Es dauert Monate, bis die Samen keimen. Sie müssen in dieser Zeit stets feucht aber nicht nass gehalten werden.

Vermehrung von Thuja über Stecklinge

  • Stecklinge abreißen
  • etwas einkürzen
  • Schnittstelle mit Bewurzelungspuder behandeln
  • in vorbereitete Töpfe stecken
  • alternativ direkt ins Freiland stecken
  • gut feucht aber nicht nass halten
  • Stecklinge im Topf mit Folie überziehen
  • nach dem Neuaustrieb auspflanzen

Um aus Stecklingen Thuja zu ziehen, reißen – nicht schneiden! – Sie im Frühsommer sogenannte Risslinge von den jungen Zweigen. Am unteren Ende muss ein Stück Rinde vom Ast verbleiben. Dann wurzelt der Steckling schneller.

Wenn Sie die Ableger im Topf zum Wurzeln bringen, ist ein kleines Gewächshaus ideal. Sie können aber auch durchsichtige Plastikfolie darüber ziehen.

Bestreichen Sie den Steckling mit Bewurzelungspuder und sorgen Sie dafür, dass er nicht austrocknet. Die erfolgreiche Wurzelbildung zeigt sich durch neue Triebe.

Selbst ausgesäte Thujen umpflanzen

Wenn Sie die Blüten oder später die Früchte der Thuja nicht entfernen, reifen darin die Samen heran. Die Früchte öffnen sich und lassen den Samen auf den Boden fallen. Unter günstigen Verhältnissen keimen sie dort im Laufe der nächsten Monate.

Solche selbst ausgesäten Thujen können Sie vorsichtig ausgraben und an den gewünschten Platz in der Hecke oder als Einzelbaum umpflanzen.

Tipps

Im Gegensatz zur Thuja Brabant blüht Thuja Smaragd nur sehr selten. Samen können Sie von dieser Lebensbaum-Sorte daher fast nie selber ernten. Sollte Smaragd blühen, entfernen Sie die Samenstände lieber, um dem Lebensbaum mehr Kraft für die Laubbildung zu geben.

Text: Sigrid Hestermann
Artikelbild: Pictures_for_You/Shutterstock

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