Dill wird braun – was tun?

Der Dill wird seit Jahrtausenden als Würz- und Heilpflanze angebaut. Grundsätzlich ist sein Anbau mit relativ wenig Aufwand verbunden, an bestimmten Standorten kann es aber manchmal zu Kümmerwuchs oder Braunfärbungen des Dills kommen.

Dill wird braun

Die schwierige Suche nach dem perfekten Standort

Sobald Sie den Dill (Anethum graveolens) einmal erfolgreich in Ihrem Garten angebaut haben, nimmt er Ihnen die Suche nach dem passenden Standort mitunter ab. Durch Selbstaussaat sucht sich Dill selbst passende Wuchsstellen für die nächste Saison, wenn man ihn denn lässt. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass Dill gerne mit den Spitzen in voller Sonne steht, während die Wurzelregion besser etwas im Schatten liegen sollte. Außerdem danken es Ihnen die filigranen Dillpflanzen, wenn es sich um einen eher windgeschützten Platz handelt. Diese Kriterien lassen sich am ehesten verbinden, wenn Sie Dill im Hochbeet oder in einem Topf anbauen. Staunässe sollte ebenso wie große Trockenheit vermieden werden, damit es zu keinen Braunfärbungen des Dills kommt.

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Fruchtfolge und Abstände zu unliebsamen Nachbarn einhalten

Manchmal treten Mängelerscheinungen wie eine Braunfärbung beim Dill auch auf, wenn dieser nicht in einer passenden Fruchtfolge angebaut wird. So sollten Sie Dill nur etwa alle vier Jahre am selben Platz säen, wenn Sie gesunde Dillspitzen und Dillsamen ernten möchten. Darüber hinaus sollte die direkte Nähe oder Anbaufolge mit den folgenden Gemüsesorten vermieden werden:

  • Sellerie
  • Petersilie
  • Fenchel
  • Basilikum

Verschiedene Krankheiten und Schädlinge

Insbesondere ein Anbau im Topf kann beim Dill durch die separierte Aufstellmöglichkeit das Auftreten der gefürchteten Auflaufkrankheit vermeiden helfen. Der Kümmerwuchs und die Braunfärbung der Pflanzen kann aber auch an folgenden Schädlingen liegen:

  • Möhrenfliege
  • Fadenwürmer
  • Wurzelläuse
  • Bodenpilze

Da eine gezielte Bekämpfung dieser Schädlinge äußerst schwierig ist, sollten Fruchtfolgen eingehalten und mitunter Teile des Erdreichs ausgetauscht werden, falls Schadbilder auftreten. Bei einer nestartigen Braunfärbung durch den Doldenbrand sollten Sie befallene Stellen großzügig ausschneiden und auf eine Überkopfbewässerung unbedingt verzichten.

Tipps & Tricks

Manche Dillkrankheiten mit Welkerscheinungen werden hauptsächlich durch Blattläuse übertragen. Diese können Sie mit dem Besprühen der Pflanzen mit einer Lösung von 100 Gramm Wermut in einem Liter Wasser biologisch bekämpfen.

WK

Text: Alexander Hallsteiner

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