Bildet die Dieffenbachia tatsächlich Blüten?

Hauptsächlich wird die Dieffenbachia wegen ihrer wunderschön gefärbten Blätter kultiviert. Ältere Pflanzen können jedoch durchaus auch zur Blüte gelangen. Selbstwenn sich diese eher unscheinbar präsentieren, ein kleines Highlight für viele Pflanzenfreunde.

Dieffenbachia blüht
Die Dieffenbachia trägt weiße bis grünliche Blüten

Aussehen der Blüten

Die Blüten sind recht unscheinbar und bestehen aus einem grünen Hüllenblatt, der Spatha, das den Blütenkolben relativ eng umgibt. Sie sehen einem neuen Blatt so ähnlich, dass die Blüte manchmal sogar übersehen wird.

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Männliche und weibliche Blüten an einer Pflanze

Bei diesem Aronstabgewächs befinden sich an einem Blütenstand, dies ist der kleine Kolben in dem auffällig gefärbten Hochblatt, sowohl männliche als auch weibliche Blüten. Zwischen den männlichen und weiblichen Blüten befinden sich einige Reihen steriler Blüten.

Männliche und weibliche Blüten reifen nicht gleichzeitig heran. Dies ist von der Natur so gewollt, damit die Befruchtung unterschiedlicher Blüten und damit die weite Streuung des Samens sichergestellt ist.

Bildung von Samen

Unabhängig vom Aufbau der Blüte bilden sich leider nur selten Samen, da es sich bei den Zierpflanzen meist um befruchtungsunfähige Hybriden handelt. Hat die Pflanze mehrere Blüten gebildet, können Sie die Arbeit von Käfern und Fliegen imitieren und versuchen, die Befruchtung mit einem Pinsel zu übernehmen.

Bilden sich tatsächlich kleine Samenkörner, lassen sich diese unter Umständen sogar zur Keimung bringen:

  • Samen über Nacht in Wasser legen.
  • Anzuchterde in eine Schale füllen und Samen aufstreuen.
  • Hauchdünn mit Erde bedecken und mit einem Sprühgerät befeuchten.
  • Einen durchsichtigen Deckel auflegen, um ein für die Keimung günstiges Kleinklima zu erzeugen.
  • Täglich lüften und feucht halten.

Tipps

Kommt die Dieffenbachia zur Blüte, steckt sie ihre ganze Kraft in diesen Prozess. Dies kann die Pflanze, die ja in erster Linie wegen ihres hübschen Blattwerks kultiviert wird, sehr schwächen. Deshalb ist es empfehlenswert, bereits die Knospen auszuschneiden.

Text: Michaela Kaiser

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