Clematis mit Flüssigdünger düngen – wie geht’s richtig?

Ein regelrechtes Blütenmeer zu erschaffen, das über mehrere Etagen hinaufragt, ist für die Clematis ein Kinderspiel. Doch nur bei einer guten Nährstoffversorgung. Ist Flüssigdünger die richtige Wahl für eine Kletterpflanze wie die Clematis und wie verabreicht man ihn?

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Alle zwei bis drei Wochen sollte die Clematis gedüngt werden

Für welche Clematis ist Flüssigdünger ideal?

Generell eignet sich ein flüssiger Dünger für alle Clematis, unabhängig davon, ob sie im Freiland oder im Kübel kultiviert werden. Speziell jedoch für Clematis im Kübel ist Flüssigdünger die erste Wahl. Er macht das Düngen unkompliziert und die Nährstoffe stehen der Waldrebe im Vergleich zu Kompost und Hornspänen (54,00€ bei Amazon*) schneller zur Verfügung.

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Wann wird die Clematis mit Flüssigdünger gedüngt?

Düngen Sie Ihre Clematis bereits im Austrieb mit einem entsprechenden Flüssigdünger. Das fördert ihr Wachstum. Weiterhin sollten Sie das Gewächs in regelmäßigen Abständen bis zum September düngen. Das regelmäßige Düngen bewirkt, dass die Clematis reich und lange blüht.

Im ersten Standjahr sollte die Clematis im Freiland noch keinen Flüssigdünger erhalten. Dann findet sie im Erdreich meist noch genügend Nährstoffe vor. Die Ausnahme sind Clematis im Kübel. Sie brauchen in älterer Erde schon kurz nach dem Austrieb Dünger.

In welchen Abständen erhält die Clematis den Flüssigdünger?

Organische Dünger sollten Sie Ihrer Clematis alle zwei bis drei Wochen geben. Haben Sie sich hingegen für einen mineralischen Dünger aus dem Handel entschieden, ist es ausreichend, die Kletterpflanze im Abstand von vier Wochen zu düngen.

Welche Flüssigdünger sind für die Clematis geeignet?

Für eine Clematis können sowohl handelsübliche Flüssigdünger als auch selbst hergestellte Flüssigdünger infrage kommen. So eignet sich beispielsweise ein flüssiger Rosendünger (10,00€ bei Amazon*) für die Clematis, um ihre Blütenflor anzuregen. Selbst herstellen können Sie eine Brennnesseljauche oder/und Beinwelljauche. Erstere ist besonders reich an Stickstoff. Die Beinwelljauche enthält jede Menge Kalium. Beide Jauchen lassen sich gut miteinander kombinieren. Sie werden aus je 1 kg Blättern und 10 l Wasser hergestellt. Daneben ist auch Wurmtee optimal als Flüssigdünger für Clematis geeignet.

Was sollte beim Düngen der Clematis beachtet werden?

Ist der Flüssigdünger zu sauer (pH-Wert unter 5,5) leidet die Clematis früher oder später darunter. In solch einem Fall sollten Sie ihr etwas Kalk verabreichen beispielsweise in Form von vermahlenen Eierschalen oder Algenkalk. Vor allem frühzeitig blühende Clematisarten wie die Clematis montana und Clematis alpina reagieren empfindlich auf ein zu saures Milieu.

Außerdem sollten Sie bei der Verwendung von Jauche beachten, diese 1:10 mit Wasser zu verdünnen.

Wozu braucht die Clematis Flüssigdünger?

Flüssigdünger regt das zum Wachstum der Clematis an. Daraufhin treibt sie besser aus. Obendrein stellt der Dünger sicher, dass das Gewächs ausreichend Nährstoffe (insbesondere Kalium für viele Blüten) für eine lange Blütezeit im Substrat vorfindet.

Tipp

Flüssigdünger gut aufnehmen – nur mit Wasser

Nicht allein das Düngen mit Flüssigdünger reicht aus, um der Clematis neue Nährstoffe zu schenken. Zusätzlich ist es entscheidend, sie großzügig zu gießen, damit sie den Flüssigdünger auch gut aufnehmen kann. Doch Vorsicht: Benetzen Sie sowohl beim Düngen als auch beim Gießen nicht die Blätter mit Flüssigkeit (Risiko für Pilzerkrankungen steigt)!

Text: Anika Gütt
Artikelbild: Iryna Inshyna/Shutterstock