Clematis überwintern – So bringen Sie Waldreben über den Winter

Mit über 200 verschiedenen Arten ist die Clematis oder auch Waldrebe in allen gemäßigten Zonen der Erde verbreitet. Die meisten dieser beliebten Gartenpflanzen mit größeren Blüten kommen aus Japan und China, es gibt jedoch auch heimische Varietäten. So überwintern Sie die verschiedenen Arten richtig.

clematis-ueberwintern
Die meisten Clematisarten sind winterhart

Wie kann man die Clematis überwintern?

Tatsächlich ist ein spezielles Überwintern der Clematis nicht notwendig, da die meisten Arten und Sorten bei uns gut winterhart sind. Das gilt vor allem für die heimischen Waldreben sowie die in Gebirgen beheimateten Formen wie die Alpen-Waldrebe oder die aus dem Himalaya stammende Berg-Waldrebe. Lediglich manche exotischen Varietäten sollten frostfrei überwintern oder einen guten Winterschutz erhalten, da sie etwas empfindlicher sind. Dies gilt auch für in Kübeln gezogene Exemplare, da sie durch Frost stärker gefährdet sind.

Lesen Sie auch

Kann man die Clematis draußen überwintern?

Die meisten Clematis lassen sich getrost im Freien überwintern, da sie gut winterhart sind oder mit einen gewissen Winterschutz versehen die Kälte überstehen. Als besonders frostfest gelten Gebirgsarten wie die heimische Alpen-Waldrebe (Clematis alpina), von der es zahlreiche beliebte Zuchtsorten gibt. Auch die Berg-Waldrebe (Clematis montana) gilt als äußerst robust und winterhart. Hier haben Sie ebenfalls die Auswahl unter vielen schönen Sorten. Des Weiteren gilt die Gemeine Waldrebe (Clematis vitalba) als sehr gut winterhart.

Welche Clematis sollte man besser frostfrei überwintern?

Frostfrei überwintern bzw. zumindest mit einem guten Winterschutz versehen sollten Sie hingegen diese Clematis:

  • Clematis florida
  • viele immergrüne Arten wie Clematis armandii

Trotz ihres Namens stammt die zarte Clematis florida aus Japan und China und wächst am liebsten an warmen Mauern. Sie sollte möglichst in Kübeln kultiviert und frostfrei überwintert werden. Die ebenfalls aus China stammende Clematis armandii hingegen ist zwar relativ winterhart, braucht aber einen geschützen und sonnigen Standort

Wo und wie kann man Clematis überwintern?

Ausgepflanzte Clematis überwintern am besten im Freien und erhalten, sofern es sich um bedingt winterharte bzw. junge Pflanzen handelt, einen Winterschutz:

  • empfindliche Arten zurückschneiden
  • Wurzelbereich bedecken mit dicker Schicht aus Reisig, Laub und Stroh
  • verholzte Ranken in Schilfmatten, Jute oder Vlies einpacken

Junge Clematis sollten im Winter stets einen Winterschutz erhalten, auch die als sehr gut frosthart geltenden Arten. Clematis im Kübel hingegen stellen Sie besser an einen hellen und frostfreien Platz im Keller oder ins Treppenhaus.

Wie viel Frost vertragen die verschiedenen Arten der Clematis?

Wie Sie die Clematis überwintern, hängt auch von der konkreten Frostempfindlichkeit der jeweiligen Art ab. Grundsätzlich gilt die Faustregel, dass Waldreben umso robuster und unempfindlicher gegenüber Minusgrade sind, je früher sie blühen und je kleiner ihre Blüten sind. Großblumige Arten sind häufig etwas empfindlicher. Im Allgemeinen frieren aber bei fast allen Varietäten die oberirdischen Pflanzenteile zurück, sobald das Thermometer unter minus 8 °C sinkt. Sie treiben jedoch im Folgejahr wieder aus.

Was sollte man beim Überwintern der Clematis außerdem beachten?

Achten Sie beim Überwintern der Clematis vor allem darauf, dass der Wurzelbereich gut geschützt vor anhaltendem Frost ist. Solange die Wurzeln intakt bleiben, treiben Clematis immer wieder aus. Außerdem sollten Sie spätestens im Juli die Düngung einstellen, damit die Triebe Zeit zum Ausreifen haben. Das macht sie weniger empfindlich gegenüber Kälte. Zudem ist ein guter Standort – vor Wind und Zugluft gut geschützt sowie nicht zu kalt – sehr wichtig.

Tipp

Wann sollte man die Clematis zurückschneiden?

Wann Sie die Clematis zurückschneiden, hängt von der jeweiligen Sorte ab. Frühjahrsblühende Arten sollten erst nach der Blüte beschnitten werden, da Sie sonst die bereits ausgebildeten Knospen entfernen. Viele nur bedingt winterharte Sorten hingegen sollten entweder im November oder im März bis knapp über dem Boden gekappt werden.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Carmen Hauser/stock.adobe.com