Warum wächst meine Clematis nicht? – eine Ursachenforschung

Voller Enthusiasmus wurde die Waldrebe gepflanzt. Statt das sprichwörtliche Wachstum an den Tag zu legen, wächst die Clematis nicht. Jetzt ist eine dezidierte Forschung nach den Auslösern gefragt. Die häufigsten Ursachen lesen Sie hier.

Clematis wächst nicht

Ursache Nr. 1: Von Natur aus langsames Wachstum

Die großblütigen Hybriden lassen es gerne langsam angehen. Nach dem Pflanzen konzentrieren sie sich zunächst auf eine kräftige Wurzelbildung, um erst dann das Längenwachstum in Gang zu setzen. Das gilt insbesondere für klein bleibende Arten und Sorten, die für die Kultivierung im Kübel geeignet sind. Die Waldrebe ‘Königskind’ zählt dazu, ebenso wie die zierliche Clematis ‘Mrs. George Jackmann’.

Ursache Nr. 2: Die Waldrebe hungert

Damit eine Clematis ihre gewaltige Biomasse entwickeln kann, bedarf es einer ausgewogenen Versorgung mit Nährstoffen von Beginn an. Richtiges Düngen nimmt daher im Rahmen der fachgerechten Pflege eine wichtige Rolle ein. So handhaben Sie es richtig:

  • Bei der Pflanzung eine reichliche Portion Kompost und Hornspäne ins Pflanzloch geben
  • Für Pflanzgefäße ein hochwertiges, vorgedüngtes Substrat verwenden
  • Waldrebe im Garten von März bis September alle 6 Wochen versorgen mit Clematis-Spezialdünger
  • Alternativ alle 8 Tage abwechselnd düngen mit Kompost und Kalium-reicher Beinwelljauche

Diese Arten reduzieren nach der ersten Blüte das Wachstum

Einige der beliebtesten Arten und Sorten legen in den ersten beiden Jahren rasant an Höhe zu. Nachdem im dritten Standjahr die erste Blüte erschien, stellen die folgenden Clematis das Längenwachstum nahezu vollständig ein:

  • Clematis alpina und alle Sorten der Alpen-Waldrebe
  • Clematis macropetala einschließlich aller Abkömmlinge
  • Clematis koreana mit Züchtungen, wie ‘Dusky’, ‘Pointy’ oder ‘Brunette’

Dieser breit gefächerte Familienzweig innerhalb der Clematis wird unter der Bezeichnung Clematis atragene zusammengefasst. Achten Sie daher beim Kauf einer Waldrebe auf die botanische Bezeichnung, um hieraus Schlüsse auf das Wuchsverhalten zu ziehen.

Staunässe stoppt jegliches Wachstum

In staunassem Boden stellt jede Clematis das Wachstum ein. Damit es erst gar nicht soweit kommt, legen erfahrene Hobbygärtner im Pflanzloch stets aus Kies oder Splitt eine Drainage an. Empfindliche Arten, wie Clematis alpina, sollten zudem leicht erhöht gepflanzt werden, damit Regen- und Gießwasser besser ablaufen.

Tipps & Tricks

Der Spätsommer ist nicht automatisch die beste Pflanzzeit für Clematis. Für Kübel und Balkonkästen gilt das Frühjahr als ideale Zeit für die Pflanzung. Die warme Frühlingssonne erwärmt Pflanzgefäße zügig, sodass sich die Waldrebe hier vital verwurzelt und prächtig gedeiht.

Text: Paula Jansen

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