Chrysanthemen pflanzen und pflegen

Im September beginnt die Hauptblütezeit der Chrysanthemen. Sie sorgen mit ihren ein- und mehrfarbigen Blüten für strahlende Farbakzente im herbstlichen Garten. In diesem Artikel finden Sie hilfreiche Tipps für die Pflanzung und Pflege der beliebten Stauden.

chrysanthemen-pflanzen-und-pflegen-newsletter
Chrysanthemen mögen es sonnig

Chrysanthemen pflanzen

Damit Chrysanthemen viele Blüten ansetzen, sollten Sie ihnen einen möglichst sonnigen, windgeschützten Platz geben. Ideal ist ein Standort vor einer Hauswand.

Lesen Sie auch

Das Substrat sollte nährstoffreich, kalkhaltig und gut durchlässig sein. Reichern Sie den Boden mit etwas vollreifem Kompost und Sand an. Im Topf kultivierte Chrysanthemen setzen Sie in spezielle Blühpflanzenerde.

Staunässe wird nicht gut vertragen. Legen Sie deshalb eine Drainageschicht an und sorgen Sie bei Kübelpflanzung für guten Wasserablauf.

Gießen und Düngen

Chrysanthemen sind sehr durstig. Achten Sie darauf, dass die Erde nicht austrocknet und wässern Sie immer dann, wenn sich die oberen zwei Zentimeter des Substrats trocken anfühlen.

Trotzdem Chrysanthemen recht genügsam sind, sollten Sie die Pflanzen regelmäßig mit Nährstoffen versorgen. Düngen Sie die Stauden bis September alle zwei Wochen mit der halben, auf der Verpackung angegebenen, Menge eines organischen Düngers.

Rückschnitt

  • Putzen Sie alles Verblühte aus, dann setzen die Chrysanthemen immer wieder neue Knospen an.
  • Schneiden Sie die Stauden im Herbst nicht zurück, da die oberirdischen Pflanzenteile als natürlicher Kälteschutz dienen.
  • Im Frühling kürzen Sie die Stauden auf etwa ein Viertel der Höhe ein.

Winterschutz

Decken Sie die Chrysanthemen vor den ersten Frösten mit einer schützenden Reisigschicht ab. Auf einen zusätzlichen Winterschutz aus Laub oder Stroh sollten Sie verzichten, da diese Materialien viel Wasser speichern und zu Fäulnis führen können.

Krankheiten und Schädlinge

Chrysanthemen werden recht häufig von Mehltau befallen. Der Pilz lässt sich durch Spritzungen mit einer Mischung aus 700 Milliliter Wasser und 300 Milliliter Rohmilch wirkungsvoll bekämpfen.

Trotzdem Chrysanthemen robust sind, werden sie gelegentlich von diesen Schädlingen heimgesucht:

  • Blattminierfliege: Sammeln Sie die nur etwa 3 Millimeter großen Insekten ab. Schneiden Sie das befallene Laub ab und entsorgen Sie es im Hausmüll. Bekämpfen können Sie Minierfliegen mit Neemölpräparaten.
  • Blattwanzen: Schütteln Sie die Krabbler morgens auf eine Unterlage ab. Geben Sie die Tiere in ein Gefäß und lassen Sie diese in einer Wiese frei.
  • Dickmaulrüssler: Stellen Sie unter den Pflanzen mit Holzwolle gefüllte Blumentöpfe auf. Die Käfer verkriechen sich in diesen. Setzen Sie die Dickmaulrüssler anschließend in der freien Natur aus. Sehr effektiv ist die Bekämpfung mit Nematoden.

Tipps

Chrysanthemenblüten bieten Bienen und anderen Insekten keine Nahrung. Sorgen Sie deshalb im herbstlichen Beet durch Spätblüher wie Ehrenpreis, Fetthenne, Sommerheide, Astilben oder Funkien für geeignete Nahrungsquellen.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Elena Masiutkina/Shutterstock

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.