Cashewkerne haben einen hohen Histamin-Gehalt

Cashewkerne werden häufig fälschlicherweise als Nüsse bezeichnet, obwohl sie zu den Steinfrüchten gehören. Bei Menschen mit Histamin-Unverträglichkeit können die in Brasilien heimischen Cashewfrüchte allergieartige Beschwerden hervorrufen, die denen durch Nüsse gleichen. Ursache ist der hohe Histamin-Gehalt, den die Kerne freisetzen.

Cashewkerne Histamin
Früher Artikel Cashewbaum in Deutschland ziehen Nächster Artikel So werden Cashewkerne geerntet

Hoher Histamin-Gehalt in Cashewkernen

Histamin ist in fast allen Lebensmitteln in unterschiedlich hoher Konzentration enthalten. Einige Lebensmittel, darunter die Cashewkerne, setzen besonders viel Histamin frei.

Lesen Sie auch

Die meisten Menschen können diesen Stoff, der beim Abbau eines Eiweiß-Bausteins entsteht, gut verdauen. Einige vertragen wenigstens kleine Mengen, während andere grundsätzlich keine Cashewkerne genießen sollten.

Bei einer Unverträglichkeit stellen sich mehr oder weniger starke Beschwerden ein.

Histamin-Unverträglichkeit durch Arzt abklären lassen

Ob jemand unter einer Unverträglichkeit leidet, lässt sich sicher nur durch einen Arzt herausfinden. Die Diagnose erfolgt über Blut- und Stuhluntersuchungen.

Bei einem positiven Befund sollten Betroffene ganz auf den Genuss von Cashewkernen verzichten.

Häufig auftretende Beschwerden nach dem Genuss von Cashewkernen

  • Bauchschmerzen
  • Blähungen
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Juckreiz
  • Schnupfen

Die Beschwerden, die durch den Verzehr der Kerne auftreten, ähneln den Symptomen einer Allergie. Sie sind meist nicht lebensbedrohlich, können aber als sehr unangenehm empfunden werden.

Betroffene vertragen meist auch keine Hefeprodukte, Käse, Nüsse, Geräuchertes sowie andere Lebensmittel, die haltbar gemacht wurden.

Cashewkerne sind in rohem Zustand leicht giftig. Dass sie nach der Ernte geröstet und damit gleichzeitig haltbar gemacht werden, erhöht den Histamin-Anteil zusätzlich.

Cashewkerne sind leicht giftig

Vor allem die Cashewfrüchte enthalten einen hohen Anteil des toxischen Öls Cardol. Bei Kontakt mit den Schleimhäuten verursacht es starke Verätzungen.

Ein Teil des giftigen Öls befindet sich auch in den Kernen. Sie müssen vor dem Verzehr behandelt werden, um die Giftstoffe abzubauen. Roh gegessen können sie Vergiftungserscheinungen hervorrufen.

Die Kerne werden geröstet, frittiert oder auf andere Weise erhitzt. Das Gift wird durch die Hitze neutralisiert. Die Kerne erhalten durch das Erhitzen erst ihren aromatischen Geschmack. Allerdings wird durch den Röstvorgang auch vermehrt Histamin freigesetzt.

Tipps & Tricks

Alkohol, Kaffee, Kakao, Tee und Energy-Drinks verhindern den Abbau von Histamin im Körper. Die Konzentration im Blut kann sich dadurch zusätzlich erhöhen und die Beschwerden verstärken. Sicherheitshalber sollten Sie auf diese Getränke verzichten, wenn Sie Cashewkerne essen möchten.

Text: Sigrid Hestermann

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.