Eine Buche am Stamm erkennen

Buchen haben einen sehr charakteristischen Stamm, an dem sie leicht zu erkennen sind. Vor allem die Farbe des Stammes aber auch die wenigen Astlöcher und Risse machen eine Buche unverkennbar. Wissenswertes zum Stamm einer Buche.

Buche Rinde
Eine Buche kann einen Stammdurchmesser von bis zu zwei Meter erreichen

Merkmale des Stammes einer Buche

  • Größe: bis 2 Meter Durchmesser
  • Farbe: erst dunkelgrün bis schwarz, später silbergrau
  • Rinde: sehr glatt mit wenig Rissen, kaum Astlöcher, sehr dünn
  • Borke: kaum Borkenbildung

Das wichtigste Merkmal ist die silbergraue Farbe, die den Baum unverwechselbar macht.

Buchenstämme haben eine sehr dünne Rinde, die auch im Laufe der Jahre nur wenig dicker wird. Im Gegensatz zu anderen Waldbäumen wie Eichen bekommen Buchen auch kaum Borke. Die Borke zerbröselt und fällt als grauer Staub ab. Sie bedeckt den Boden und sorgt für Nachschub an Nährstoffen.

Im Wald bekommen Buchen einen Hochstamm

Im Wald bildet die Buche einen Hochstamm. Die Krone setzt weit oben an. Voraussetzung ist eine niedrige Bepflanzung rund um die Buche. Das Laub von anderen Bäumen muss den Stamm beschatten.

Da die Rinde sehr dünn ist, bekommt eine freistehende Buche sehr schnell einen Sonnenbrand. Deshalb setzt die Baumkrone bei einzeln stehenden Bäumen sehr viel tiefer an.

Das Alter der Buche am Stamm erkennen

Wenn Sie wissen möchten, wie alt eine Buche ist, messen Sie den Stamm in einem Meter Höhe aus. Multiplizieren Sie das Ergebnis mit 0,6 und Sie erhalten das vermutliche Alter der Buche. Noch genauer wird das Ergebnis, wenn Sie zwei Messungen vornehmen, und zwar in einem Meter Höhe und in 1,5 Metern Höhe. Bilden Sie den Mittelwert und multiplizieren Sie ihn ebenfalls mit 0,6.

Bei sehr alten Bäumen, die schon lange ausgewachsen sind, wird der Stamm nicht mehr dicker. Hier lässt sich das Alter nur anhand von Standort und geschichtlichen Beschreibungen genauer eingrenzen. Jahresringe, wie sie bei anderen Baumstämmen auftreten, sind bei der Buche nur sehr wenig ausgeprägt.

Tipps

Das Holz von Buchen hat von Natur aus einen leicht rötlichen Schimmer. Wird es gedämpft, bekommt das Holz den Rotton, der gerade im Möbelbau sehr geschätzt wird. Es ist nicht so hart wie das der Hainbuche.

Text: Sigrid Hestermann

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