Bromelie schneiden und vermehren gehen Hand in Hand

Im Pflegeprogramm einer Bromelie steht das Thema Schneiden einzig dann im Fokus, wenn es um die vegetative Vermehrung geht. Selbst die verwelkten Blüten sind nicht zu schneiden, da sie nur ein einziges Mal gedeihen und die Pflanze daraufhin abstirbt. Wann und wie Sie die Blüten- und Blattschmuckpflanze fachgerecht schneiden, erklären wir Ihnen gerne.

Bromelie vertrocknete Blätter
Vertrocknete Blätter an der Bromelie können einfach ausgezupft werden

Jeder Seitenspross ist ein Klon – So schneiden Sie ihn richtig

Die überwiegende Mehrheit der Bromelienarten entwickelt während und nach der Blütezeit Seitensprosse. Diese wachsen an der Basis und verfügen über exakt die gleichen, prachtvollen Attribute der Mutterpflanze. Hat ein solches Kindel eine eigene Blattrosette entwickelt und eine Höhe von mindestens 10 cm erreicht, können Sie es abschneiden. So machen Sie es richtig:

  • Ein Messer schärfen und mit hochprozentigem Alkohol desinfizieren
  • Den ausgereiften Ableger mitsamt Wurzeln und Blattrosette abschneiden
  • Die Schnittwunde 1 bis 2 Stunden antrocknen lassen

Topfen Sie das Kindel in ein kalkfreies, krümeliges Substrat. Gießen Sie etwas weiches, zimmerwarmes Wasser in die kleine Rosette und befeuchten ebenfalls die Erde. Indem Sie dem Anzuchttopf eine transparente Haube überstülpen, entsteht ein feucht-warmes Mikroklima, das die Bewurzelung vorantreibt.

Vertrocknete Blätter – Besser auszupfen statt schneiden

Es gehört zum normalen Wachstumsprozess, dass an einer Bromelie hin und wieder ein Blatt einzieht und vertrocknet. Da mit dem Schnitt die Gefahr einer Infektion oder eines Schädlingsbefalls einhergeht, bleibt in diesem Fall das Messer aus dem Spiel. Warten Sie ab, bis die Pflanze das abgestorbene Laub von selbst freigibt. Auf leichten Zug hin lässt sich das Blatt auszupfen oder abziehen.

Tipps

Schälen Sie eine reife Ananas für den fruchtig-süßen Genuss, schneiden Sie zuerst den Blattschopf mit ein wenig Fruchtfleisch ab. Die grüne Laubkrone ist viel zu schade für die Entsorgung auf dem Kompost. Entfernen Sie die unteren Blätter sowie das Fruchtfleisch rund um den Strunk. Eingetopft in kalkfreies Substrat, bestehen am warmen, hellen Standort gute Chancen, dass sich eine junge Ananaspflanze daraus entwickelt.

Text: Paula Jansen
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