Die Königsdisziplin der Bougainvillea-Kultivierung: Die Blüte

Sie ist zweifelsohne das Highlight eines jeden Bougainvillea-Kultivierers: Die atemberaubende Blüte. Wann Sie mit dem Farbspektakel rechnen dürfen und wie Sie dabei ein wenig nachhelfen können, erfordert eigentlich nur ein paar Wissensgrundlagen und kleine Tricks.

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Die Bougainvillea blüht mehrmals

Wann die Bougainvillea blüht

Die Bougainvillea kommt bekanntermaßen aus dem subtropischen Südamerika und ist daher von Haus aus an wechselnde Trocken- und Regenzeiten gewöhnt. Ihre Blütenbildung richtet sich daher – abgesehen vom Licht – stark nach dem Wasserangebot, das ihr zuteil wird. Wenn sie genug Licht hat – in unseren Breiten also über den Sommer hinweg – entwickelt sie mehrere Blütephasen, die sich einerseits an der Wassergabe und andererseits an der allgemeinen Nährstoffversorgung orientieren.

Die Charakteristika der Bougainvilleablüte:

  • während der lichtreichen Jahreshälfte mehrere Blütephasen
  • stark abhängig vom Nährstoff- und Wasserangebot

Was sich daraus ergibt

Über die Vegetationsphase hinweg können Sie sich also über mehrere Blütenschübe freuen. Fördern können Sie diese grundsätzlich durch eine gute Gesamtpflanzenpflege – mineralhaltiges, torffreies Substrat mit guter Drainage z.B. durch Lavagranulat, sorgsame Gießpraxis und natürlich ein vollsonniger, warmer Standort. Durch die Gabe von speziellem Blühkübelpflanzendünger können Sie die Blüte ab der voll ausgebildeten Vegetationsphase anregen.

Tricks für mehr Blüte

Ein einfacher Trick, wie Sie eine Blüte hervorkitzeln können, ist eine kurze Trockenlegung und anschließendes intensives Gießen. So gaukeln Sie der Bougainvillea eine Trockenzeit und darauffolgende Regenzeit vor, wie sie es aus ihrer Heimat kennt. Zu lange darf die Trockenphase natürlich nicht dauern – spätestens wenn die Pflanze die Blätter abzuwerfen beginnt, müssen Sie den Durst der Bougainvillea löschen.

Auch indem Sie ein wenig knauserig mit der Topfgröße sind, können Sie die Bougainvillea zu mehr Blüte treiben. Sie konzentriert sich dann nämlich statt auf Wurzelbildung und Wuchs mehr auf Bestäubungswerbung – sprich die Blütenbildung.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: TakaYIB/Shutterstock
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