Bohnen einfrieren – eine reiche Ernte macht die Truhe voll

Bohnen sind unkompliziertes Gemüse, das hierzulande prächtig gedeiht. Schon wenige Pflanzen können uns eine reiche Ernte bescheren. Die wertvollen Hülsen können in der Gefriertruhe warten, bis sie uns Genuss bereiten dürfen.

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Bohnen schmecken auch aufgetaut lecker

Beste Zeit für das Einfrieren

Der Sommer ist mit den Monaten Juli und August die Haupterntezeit für viele hiesige Bohnensorten. Die reiche Ernte lässt auch die Marktpreise purzeln. Jetzt ist die optimale Zeit, Bohnen jeglicher Art günstig zu kaufen und für den Rest des Jahres einzufrieren. Auch eigener Ernteüberschuss kann auf diese Weise sinnvoll verwertet werden.

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Bohnenhülsen vorbereiten

Frisch gepflückte Bohnenhülsen sollen ohne zeitliche Warteschleifen in die Gefriertruhe kommen, sofern sie für diese bestimmt sind. Doch bevor sie darin ihren Platz finden, müssen sie zuvor wie folgt vorbereitet werden:

  • nur unbeschädigte und gesunde Hülsen auswählen
  • Bohnen unter fließendem Wasser reinigen
  • nicht essbare Enden mit der Hand abbrechen oder abschneiden
  • Hülsen in mundgerechte Stücke schneiden oder brechen

Blanchieren oder nicht?

Das Blanchieren ist gängige Praxis, wenn es um das Einfrieren vieler Gemüsesorten geht. Die Vorteile, die diese Mehrarbeit mit sich bringt, liegen klar auf der Hand:

  • der Farbverlust wird vermindert
  • Geschmack wird geschont
  • Vitamine bleiben größtenteils erhalten
  • Keimbelastung wird reduziert
  • die Konsistenz nach dem Auftauen ist besser

Obwohl diese Vorteile eine deutliche Sprache sprechen, entscheiden sich viele Menschen dafür, Bohnen dennoch unblanchiert einzufrieren. Das spart eine Menge Arbeitszeit und soll den Geschmack nur unwesentlich beeinflussen.

So werden Bohnen blanchiert

  1. Bringen Sie in einem großen Topf Salzwasser zum Kochen.
  2. Stellen Sie in der Zwischenzeit einen weiteren großen Topf mit Eiswasser bereit.
  3. Kochen Sie die Bohnen etwa drei Minuten lang und holen Sie sie dann mit einem Schöpflöffel raus.
  4. Geben Sie die Bohnen ins Eiswasser zum Abkühlen.
  5. Holen Sie die Bohnen sofort nach dem Erkalten heraus und lassen Sie sie auf einem Tuch abtropfen.
  6. Geben Sie die abgetrockneten Bohnen in geeignete Gefrierbehälter.
  7. Legen Sie die luftdicht verschlossenen und beschrifteten Gefrierbehälter in die Gefriertruhe.

Tipps

Wenn Bohnen für die Zubereitung von Salaten bestimmt sind, sollten Sie die Stücke vor dem Einfrieren fertig garen.

Haltbarkeit

Bei Minus 18 Grad Celsius sind eingefrorene Bohnen neun Monate haltbar.

Auftauen und Verwendung

Werden Bohnen zum Kochen verwendet, müssen sie zuvor nicht aufgetaut werden. Sie dürfen direkt aus der Gefriertruhe in die Pfanne oder Kochtopf gegeben werden. Beachten Sie jedoch, dass ihre Garzeit im Vergleich zu frischen Exemplaren aufgrund des Blanchierens kürzer ausfällt.

Bohnen für Salate können schonend im Kühlschrank aufgetaut werden. Wenn sie allerdings vor dem Einfrieren nicht vollständig gegart wurden, muss das jetzt nachgeholt werden.

Fazit für Schnell-Leser

  • Frosteignung: Alle Bohnensorten eignen sich gut für Vorratshaltung in der Gefriertruhe
  • Beste Zeit: Im Juli und August, wenn eine reiche Ernte anfällt und Marktpreisen niedrig sind
  • Vorbereitung: Nur unbeschädigte und gesunde Hülsen auswählen und waschen
  • Vorbereitung: Hülsenenden entfernen und Bohnen in mundgerechte Stücke zerteilen
  • Blanchieren: 3 Minuten in kochendem Salzwasser; danach in Eiswasser abschrecken
  • Tipp: Bohnen für Salate vor dem Einfrieren fertig garen
  • Abfüllen: Abgekühlte und abgetropfte Bohnen in Gefrierbehälter füllen und diese beschriften
  • Haltbarkeit: Bei Minus 18 Grad Celsius beträgt die Haltbarkeit neun Monate
  • Auftauen: Schonend im Kühlschrank auftauen oder direkt ins kochende Essen geben und weitergaren

Das Gartenjournal Frische-ABC

Wie läßt sich Obst & Gemüse richtig lagern, damit es möglichst lange frisch bleibt?

Das Gartenjournal Frische-ABC als Poster:

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Ahanov Michael/Shutterstock

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