Heckenunterpflanzung – gut gelöst mit passenden Bodendeckern

Hecken dienen meist als Grundstücksbegrenzung und Sichtschutz – trotzdem kann man ihre zweckorientierten Charakter doch durchaus erweitern und aufhübschen. Am besten mithilfe von Bodendeckern – wir zeigen Ihnen einige Kombimöglichkeiten und Tipps.

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Bodendecker begrünen leere Flächen unter Hecken

Hecken mit Bodendeckern unterpflanzen – die Argumente

Oftmals fällt einer Hecke eine etwas sehr pragmatische Rolle zu – sie soll schlichtweg das Grundstück zum Bürgersteig oder zum Nachbarn abgrenzen und für sichtgeschützte Privatsphäre im eigenen Garten sorgen. Viele gängige Heckengewächse wie Liguster, Stechpalme oder Kirschlorbeer sind daher auch dichtwüchsig und eher dunkellaubig. Einen Schmuckwert gesteht man ihr meist weniger zu. Dabei kann man sich selbst doch durch eine hübsche Unterpflanzung durchaus ein gewisses optisches Plus gönnen.

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Bei vergleichsweise hochstämmigen oder Bäumchen-Heckenpflanzen wie Thujen oder Rhododendren entstehen außerdem in der Heckenreihe nackte Flächen, die nicht besonders schön anzusehen sind und leichter von Unkraut bewuchert werden.

Aber auch die absoluten Praktiker unter den Gärtnern können von einer Bodendeckerpflanzung unter ihrer Hecke profitieren. Denn gerade unter Flachwurzlern kann sie gute Dienste in Form von Unkrautbekämpfung und Bodenverbesserung leisten. Sie versorgen flach wachsendes Heckenwurzelwerk dauerhaft mit Feuchtigkeit und Nährstoffen und sorgen dadurch für ein gutes Gedeihen.

Die Argumente für die Heckenunterpflanzung mit Bodendeckern im Überblick:

  • optische Aufwertung einer funktionalen Grundstücksabgrenzung
  • Auffüllung von nackten Flächen zwischen Bäumchen-Heckenpflanzen
  • Bodenaufwertung durch den Bodendecker

Passende Sorten

Da eine Hecke in der Regel viel Schatten wirft und gemäß ihrer sichtschützenden Funktion immergrün ist, liegt es auf der Hand, dass nur schatten- bis halbschattenkompatible Bodendecker zur Unterpflanzung in Frage kommen. Für dunkle Heckenpflanzen wie Rhododendren eignen sich zum Beispiel besonders gut die Goldnessel, das Gefleckte Lungenkraut, die hübsche, zarte Schaumblüte oder ein Farn. Diese Sorten bilden außerdem ein relativ lockeres Wurzelwerk aus – dadurch eignen sie sich auch zur Unterpflanzung anderer flachwurzelnder Heckenpflanzen, die nicht von dichten, typischen Unkrautvernichter-Bodendeckern erstickt werden möchten.

Auch die Goldbeere, auch Waldsteinie genannt, ist ein hervorragender und sehr beliebter Fußschmeichler für Hecken. Sie ist mit ihrem relativ dichten Wuchs zwar eher für Tiefwurzler wie Eiben oder Weißdorn, ist dafür aber bodentechnisch und lichtmäßig ausgesprochen anspruchslos. Außerdem bietet sie mit ihrem erdbeerartigen Blattwerk und den kleinen, fröhlich dottergelben Blüten einen sympathischen Struktur- und Farbklecks. Auch das gute alte Immergrün oder Ysander sind problemlose Bodendecker für Hecken.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: SAYAN MOONGKLANG/Shutterstock

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