Ist der Blauregen giftig?

Mit seiner üppigen blauen Blütenpracht ist der Blauregen nicht zu übersehen. Außerdem sorgt die robuste Kletterpflanze für mediterranes Flair und Urlaubsfeeling im heimischen Garten. Das ist jedoch nicht ungefährlich, denn der Blauregen ist sehr giftig.

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Die Wisteria ist sehr giftig

In allen Pflanzenteilen sind verschiedene giftige Bestandteile zu finden. Eine besondere Gefahr stellen jedoch die Samenhülsen dar. Sie zerplatzen mit einem Knall und schleudern die Samen heraus. Das ist nicht nur für Kinder reizvoll. Allerdings löst schon der (vielleicht auch unbeabsichtigte) Verzehr von zwei Samen bei ihnen schon eine Vergiftung aus.

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Wie äußert sich eine Vergiftung mit Blauregen?

Nicht nur die Samen sondern alle Teile des Blauregens sind sehr giftig. Durch den Verzehr können unterschiedliche Symptome auftreten. Die Pupillen erweitern sich, der Betroffene wird blass und schläfrig. Schwindel, Übelkeit und starke Kopfschmerzen treten auf, ebenso Erbrechen und Durchfall.

Bei einer schweren Vergiftung kann es zu einem Kreislaufkollaps und sogar zum Tod kommen. Auch für Hunde und für Katzen sowie andere Haustiere kann Blauregen tödlich sein. Tiere zeigen bei einer Vergiftung ähnliche Symptome wie Menschen und sollten in gleicher Weise behandelt werden.

Die Symptome einer Vergiftung mit Blauregen:

  • Blässe
  • Schläfrigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • erweiterte Pupillen
  • Kreislaufkollaps
  • Vorsicht: stark giftig!

Was muss ich im Falle einer Vergiftung tun?

Vor allem wenn Kinder von einer Vergiftung betroffen sind, sollten Sie umgehend einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen. Denn meistens lässt sich nicht oder nur schwer feststellen, was genau und wie viel sie verzehrt haben. In leichten Fällen könnte es helfen, viel zu trinken und mit Kohletabletten die Giftstoffe zu binden.

Tipps

Da der Blauregen stark giftig ist, gehört er nicht in einen Familiengarten!

Text: Ursula Eggers
Artikelbild: Anna Nahabed/Shutterstock

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