Kann ich meine Bergpalme schneiden?

Bergpalmen gehören zu den beliebtesten Zimmerpflanzen, denn sie bringen einen Hauch von Exotik in die eigenen vier Wände. Ursprünglich stammen sie aus Mexiko und Guatemala. In ihrer ursprünglichen Heimat haben sie sich an besondere Umweltbedingungen angepasst.

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Die Bergpalme mag keine Rückschnitt

Nicht notwendige Schnittmaßnahmen

Beim Schnitt erweist sich Chamaedorea elegans als sensibel, da das Gewächs solche Eingriffe nicht verträgt. Grundsätzlich sollten Sie die Zimmerpflanze so wenig wie möglich mit der Schere behandeln, denn dann gedeiht sie prachtvoll und buschig.

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Spitzen schneiden vermeiden

Die Palmenkrone wird durch Blätter gebildet, welche im oberen Teil entspringen. Die Blattscheiden bilden den Stamm der Pflanze. Wie alle Palmengewächse besitzen Bergpalmen kein Kambium und sind nicht zum sekundären Dickenwachstum fähig. Ihr einziger Vegetationspunkt befindet sich an der Palmenspitze. Da die Palme im Anschluss abstirbt, sollten Sie auf Schnittmaßnahmen verzichten.

Blüten abschneiden

Ab dem zweiten oder dritten Lebensjahr kommen Bergpalmen zur Blüte. Sobald die unscheinbaren gelblichen Blütenstände in den Blattachseln austreiben, steckt die Zierpflanze ihre gesamte Energie in die Entwicklung der Fortpflanzungsstrukturen. Das Blattwachstum stagniert zu dieser Zeit, weswegen sich ein rechtzeitiges Abschneiden der aufgehenden Blütenähren lohnt. Es schadet der Pflanze jedoch nicht, wenn Sie die Blüten bis zum Ende der Blütezeit stehen lassen. Auf diese Weise können Sie Samen von Ihrer Bergpalme gewinnen.

Blattwedel entfernen

Wenn die Bergpalme braune Blätter aufweist, können Sie mit einem ästhetischen Eingriff nachhelfen. Dieser ist jedoch nicht zwangsweise notwendig. Schneiden Sie die Blattwedel möglichst nah am Ansatz ab. Achten Sie darauf, dass mindestens drei Zentimeter vom Blattstiel am Stamm stehen bleiben. So sorgen Sie dafür, dass das Stammgewebe unbeschädigt bleibt. Sie können auch nur einzelne Blattteile abschneiden, sofern diese braun geworden sind.

Braune Blattspitzen vermeiden

Braun gefärbte Spitzen deuten auf zu trockene Luft hin. Dieses Phänomen tritt überwiegend im Winter auf, wenn die Pflanzen im beheizten Winterquartier stehen. Um das zu verhindern, füllen Sie einen großen Blumentopf mit Wasser und legen Sie Kieselsteine auf den Boden. Stellen Sie den Kübel mit der Bergpalme in dieses größere Gefäß. Die Feuchtigkeit verdunstet allmählich und sorgt für ein feuchtes Mikroklima zwischen den Blättern.

Tipps

Besprühen Sie die Palmenwedel regelmäßig mit Wasser. Dieses sollte kalkfrei sein, damit keine unschönen Kalkflecken entstehen.

Gelbliche und braune Verfärbungen vorbeugen

Weisen die Blätter helle Flecken auf, die sich mit der Zeit über die gesamte Blattflächen erstrecken, deutet das auf zu viel Sonneneinstrahlung hin. Die pralle Mittagssonne verträgt das exotische Gewächs nicht, da das weiche Blattgewebe zu schnell austrocknet.

Der richtige Wuchsort:

  • Platz am Ost- oder Westfenster sorgt für morgendliches oder abendliches Licht
  • Nordfenster sind ebenfalls geeignet, führen aber zu langsamerem Wachstum
  • Topf am Südfenster mit Mindestabstand von 1,5 Meter vor der Scheibe platzieren

Text: Christine Riel
Artikelbild: Jus_Ol/Shutterstock

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