Baumstamm schützen vor Frost, Verbiss und Katzen – Tipps & Tricks

Ein lädierter Baumstamm ist anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Lassen Sie es nicht so weit kommen. Mit einfachen Mitteln können Sie jeden Baumstamm schützen vor Schäden an der Rinde. Lesen Sie hier die besten Baumschutz-Tipps gegen Frost, Verbiss und Katzen.

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Ein Weißanstrich schützt den Baumstamm vor Frost

Wie kann ich einen Baumstamm vor Frost schützen?

Mit einem weißen Anstrich können Sie den Baumstamm am besten vor Frost schützen. Frostrisse in der Rinde entstehen, wenn bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt die Sonne strahlend scheint. Es entstehen gravierende Temperaturunterschiede, die eine Baumrinde aufplatzen lassen. Indem Sie den Stamm weiß kalken, wird das winterliche Sonnenlicht reflektiert und der Temperaturunterschied reduziert. So machen Sie es richtig:

  • Den Stamm von Obstbaum oder Zierbaum gründlich reinigen.
  • Kalkanstrich bei Amazon kaufen oder aus Lehm und Algenkalk selber herstellen.
  • Stammschutz bis zur ersten Astgabel auftragen.

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Wie kann ich einen Baumstamm vor Verbiss schützen?

Eine Manschette ist der beste Schutz gegen Verbiss-Schäden an einem Baumstamm. Die Stammschoner können Sie günstig kaufen bei Amazon, im Baumarkt oder Gartencenter. Einen großen, dicken Baumstamm schützen Sie gegen knabbernde Zähnchen mit einem Wickelband aus Jute, atmungsaktivem Fasermaterial oder einer Schilfrohrmatte. Als Vergrämungsmittel für Rehe, Hasen und Weidevieh hat sich in der Praxis ein Baumanstrich mit übel riechendem Mist oder bitter schmeckenden Kalk bewährt.

Wie kann ich einen Baumstamm vor Katzen schützen?

Günstig und wirksam schützen Sie einen Baumstamm vor scharfen Katzenkrallen mit Hasendraht. Umwickeln Sie den Stamm locker mindestens bis auf Hüfthöhe mit dem grünen Maschendraht.(23,00€ bei Amazon*) Die Enden verbinden Sie mit Blumendraht. Zukünftig wird der Baumstamm nicht mehr als Kratzbaum zweckentfremdet.

Tipps

Baumrinde aufgeplatzt – was tun?

Frostrisse, Krankheiten und Schädlinge sind häufige Ursachen für aufgeplatzte Baumrinde. Die Behandlung offener Baumwunden mit Wundverschluss hat sich in der Praxis nicht bewährt. Baumexperten empfehlen, auf die Selbstheilungskräfte des teilungsfähigen Gewebes, dem sogenannten Kambium, zu vertrauen. Kambium kümmert sich mittels intensiver Zellteilung um die Bildung von Wundgewebe, jungem Holz und frischer Rinde.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: ARTpok/Shutterstock

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