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Apfelbaum-Rindenverlust: Ursachen & Lösungen

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Der Apfelbaum, ein beliebter Obstbaum in vielen Gärten, kann von Rindenverlust betroffen sein, der verschiedene Ursachen haben kann. Dieser Artikel erläutert die häufigsten natürlichen Ursachen, Schädlinge und Krankheiten, die zu Rindenverlust führen, sowie Anzeichen und geeignete Maßnahmen, um die Gesundheit Ihres Apfelbaums zu erhalten.

Apfelbaum verliert Rinde

Natürliche Ursachen für Rindenverlust:

Natürliche Ursachen für Rindenverlust:

Spannungen beim Wachstum führen manchmal zu harmlosem Rindenverlust

  • Wachstum: Spannungen im Zuge des Wachstums, insbesondere bei starken Wachstumsschüben, können zu Rissen und Ablösungen der Rinde führen. In der Regel sind diese harmlos, solange die betroffenen Stellen nicht zu großflächig sind.
  • Temperaturschwankungen: Sowohl Frost als auch extreme Hitze können der Rinde zusetzen. Frost führt oft zum Abplatzen der Rinde, während Hitze, vor allem auf der Sonnenseite des Baumes, Ablösungen verursachen kann.
  • Vögel: Insbesondere Spechte können auf der Suche nach Insekten oder bei der Anlage von Nisthöhlen die Rinde beschädigen. Diese Schäden sind meist oberflächlich und klein.

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Schädlinge und Krankheiten als Ursache:

Schädlinge und Krankheiten als Ursache:

Frühzeitiges Erkennen von Schädlingen schützt die Apfelbäume vor Rindenverlust

Eine Vielzahl von Schädlingen und Krankheiten kann Apfelbäume befallen und zu Rindenverlust führen. Hier sind einige der häufigsten:

Pilzkrankheiten:

  • Apfelschorf zeigt sich durch dunkle, samtige Flecken auf Blättern und Früchten.
  • Echter Mehltau verursacht einen weiß-mehligen Belag auf den Blättern.
  • Monilia-Fruchtfäule führt zu braunen, faulenden Stellen an den Früchten.
  • Feuerbrand, eine bakterielle Infektion, lässt Blätter und Zweige schnell welken und schwarz werden.
  • Blattfleckenkrankheit erzeugt braune Flecken auf den Blättern.

Insektenschädlinge:

  • Der Apfelwickler, dessen Larven sich in das Fruchtfleisch fressen.
  • Die Grüne Apfelblattlaus, die zu Blattdeformationen und Kräuselbildung führt.
  • Der Frostspanner, dessen Raupen Blätter und junge Triebe fressen.
  • Die Obstbaumspinnmilbe, die Blattoberflächen befällt und zu deren Bronzierung führt.
  • Der Apfelblütenstecher, der Blütenknospen schädigt, bevor diese sich öffnen können, sollte näher betrachtet werden.

Diese Schädlinge und Krankheiten können die Gesundheit des Apfelbaums stark beeinträchtigen. Frühzeitige Erkennung und entsprechende Maßnahmen sind wichtig, um den Schaden zu begrenzen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Anzeichen für Rindenverlust

Anzeichen für Rindenverlust

Verschiedene Symptome deuten auf Rindenverlust bei Apfelbäumen hin

  • Ablösungen: Die Rinde löst sich in kleinen Stücken oder größeren Schollen vom Stamm oder den Ästen.
  • Verfärbungen: Braune, schwarze oder graue Verfärbungen auf der Rinde weisen auf mögliche Probleme hin.
  • Risse: Vertikale oder horizontale Risse können durch Trockenheit, Frost oder Krankheiten entstehen.
  • Bohrlöcher: Sichtbare Löcher in der Rinde deuten oft auf Insektenbefall hin.
  • Absterben von Ästen: Stark beschädigte Rinde an den Ästen kann zum Absterben der Äste führen und die Stabilität des Baumes beeinträchtigen.

Maßnahmen bei Rindenverlust

Maßnahmen bei Rindenverlust

Schnelles Handeln verhindert Ernteausfall

Die geeigneten Maßnahmen richten sich nach der Ursache des Rindenverlusts.

Bei natürlichen Ursachen

  • Beobachtung: Natürlich bedingte Rindenschäden heilen oft von selbst. Beobachten Sie die Regeneration des Baumes.
  • Stärkung: Unterstützen Sie die Regeneration durch Kompostdüngung und lassen Sie Laub als natürlichen Humuslieferanten liegen.
  • Wundversorgung: Behandeln Sie offene Stellen mit Baumwachs, um das Eindringen von Schädlingen und Pilzen zu verhindern.
  • Schutz: Ein weißer Kalkanstrich am Stamm beugt Frostschäden und Schädlingsbefall vor.

Bei Schädlings- oder Krankheitsbefall

  • Diagnose: Identifizieren Sie den Schädling oder die Krankheit, um die richtige Behandlung zu wählen.
  • Schädlingsbekämpfung: Setzen Sie natürliche Mittel wie Brennnessel- oder Holundersud ein.
  • Entfernung befallener Bereiche: Entfernen Sie stark befallene Äste fachgerecht, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
  • Rindenpflege: Befreien Sie die Rinde im Winter mit einer Drahtbürste oder einem Baumschaber von abgestorbenen Teilen und Bewuchs.
Bilder: mm88 / iStockphoto