Bauernhortensien sollten im Winter geschützt werden

Ursprünglich stammen die heute als Bauernhortensien bezeichneten Sorten aus Japan, wo in weiten Teilen ein ähnliches Klima wie hierzulande vorherrscht.

Bauernhortensie winterfest
Die meisten Bauernhortensien sind winterhart, aber die Blüten erfrieren bei Frost

Winterhärte ist abhängig vom Standort

Fast alle Macrophylla-Arten, wie die Bauernhortensie botanisch korrekt bezeichnet wird, besitzen eine recht gute Winterhärte. Viele alte Sorten der Bauernhortensie sind bis heute sehr beliebt, weil sie sich durch eine ausgezeichnete Winterhärte bewährt haben. Allerdings hängt ihre konkrete Widerstandsfähigkeit gegenüber Frost und anderen widrigen Witterungsbedingungen vor allem von ihrem Standort ab. Insbesondere in Regionen, in denen es im Winter sehr kalt wird, bedürfen diese Sorten eines guten Winterschutzes. Zu den winterhärtesten Sorten gehören u. a. „Emile Mouillière“, „Otaksa“, „Lanarth White“ und „Veitchii“. Aufgrund ihrer mangelhaften Winterhärte besser im Kübel kultiviert sollten dagegen „Hanabi“ und „Pink Elf“.

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Blütenknospen erfrieren bei Frost

Das größte Problem bei Bauernhortensien ist jedoch nicht ihre eigentliche Winterhärte – die meisten Sorten kommen hervorragend über den Winter – sondern die Tatsache, dass die bereits im Spätsommer des vorangegangenen Jahres gebildeten Blütenknospen erfrieren können. Sobald dies passiert, fällt die Blüte im Folgejahr aus. Schließlich blühen Bauernhortensien nur am vorjährigen Holz und bilden daher in der aktuellen Wachstumsperiode keine neuen Blütenknospen aus. Umgehen lässt sich dieses Problem nur mit einem entsprechenden Winterschutz oder mit der Pflanzung neuer, an sowohl altem als auch neuem Holz blühenden Sorten.

Neue Züchtungen der Bauernhortensie besonders winterhart

Diese neuen Züchtungen, darunter etwa „Endless Summer“ sowie die „Forever & Ever“-Serie mit vier verschiedenen Blütenfarben, zeichnen sich nicht nur durch eine gute Winterhärte aus. Es stellt auch kein Problem dar, wenn Blütenknospen oder vorjährige Triebe erfrieren, denn an den jungen Trieben werden neue Knospen ausgebildet.

Bauernhortensien über den Winter bringen

Um die überwinternden Knospen der Bauernhortensie vor dem Frost zu schützen, ist ein guter Winterschutz notwendig. Dieser geschieht jedoch nicht nur durch eine Abdeckung (z. B. durch ein Vlies oder Bastmatten), sondern vor allem durch die kluge Wahl des Standortes. Generell gilt: je sonniger der Standort, desto gefährdeter sind die Blütenknospen durch im Frühjahr spät auftretende Fröste. Aus diesem Grund pflanzen Sie Ihre Bauernhortensien möglichst an einen halbschattigen bzw. lichtschattigen Platz ohne Mittagssonne.

Tipps & Tricks

Insbesondere der Wurzelhals ist für einen Kälteschutz, z. B. durch eine Abdeckung mit Rindenmulch und / oder Blättern, dankbar. Ein solcher verhindert das Durchfrieren und damit Absterben der bodennah wachsenden Wurzeln.

Text: Ines Jachomowski

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