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Bananenpflanze auf dem Balkon: Wie funktioniert’s?

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Bananenpflanzen lassen sich auch auf dem Balkon kultivieren. Dieser Artikel erklärt die wichtigsten Punkte zur Auswahl geeigneter Sorten, Standortbedingungen, Pflege und Überwinterung.

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Bananenpflanzen gedeihen gut auf sonnigen Balkonen

Geeignete Bananensorten für den Balkon

Nicht alle Bananensorten eignen sich für den Anbau auf dem Balkon. Zwergbananensorten und winterharte Arten sind hier besonders empfehlenswert.

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Beliebte Zwergbananensorten für den Balkon:

  • ‚Dwarf Cavendish‘: Diese kompakte Sorte erreicht eine Höhe von etwa 1 bis 2 Metern und kann auch in Kübeln Früchte tragen.
  • ‚Super Dwarf Cavendish‘: Ideal für Balkone und Terrassen, da sie nur etwa 1 Meter hoch wird.

Winterharte Bananenarten für kühlere Regionen:

  • Musa basjoo: Die winterhärteste Bananenart, verträgt Temperaturen bis -5°C. Bekannte Sorten sind ‚Nana‘ und ‚Sakhalin‘. Diese Pflanzen sind dekorativ, tragen jedoch keine essbaren Früchte.
  • Musa sikkimensis: Vertraut gelegentliche Frostperioden und eignet sich insbesondere für milde Winter.
  • Musa balbisiana: Eine robuste Pflanze aus Hochgebirgsregionen mit etwas geringerer Frosttoleranz als Musa basjoo.

Standort und Lichtverhältnisse

Bananenpflanzen benötigen viel Licht, um optimal zu wachsen. Ein sonniger Standort auf dem Balkon ist dabei ideal. Während der Sommermonate können die Pflanzen ins Freie gestellt werden, sobald die Nachttemperaturen konstant über 10°C liegen. Achten Sie darauf, die Pflanzen schrittweise an die direkte Sonneneinstrahlung zu gewöhnen, um Sonnenbrand auf den Blättern zu vermeiden.

Empfehlung zur Anpassung an Sonnenlicht:

  1. Stellen Sie die Bananenpflanzen zunächst eine Woche an einen geschützten, halbschattigen Ort.
  2. Nach dieser Eingewöhnungsphase kann der Standort schrittweise in sonnigere Bereiche verlagert werden.
  3. Nach etwa zwei Wochen sind die Pflanzen bereit für einen sonnigen Balkonplatz.

Während der Wachstumsperiode sollte die Luftfeuchtigkeit mindestens 50 % betragen, und der Standort sollte vor starker Zugluft geschützt sein, da die empfindlichen Blätter leicht einreißen können.

Substrat und Pflanzgefäß

Bananenpflanzen bevorzugen ein luftiges, durchlässiges und humusreiches Substrat. Eine Mischung aus Blumenerde, lehmigem Boden, Sand, Kies und Kompost ist ideal. Um eine gute Drainage zu gewährleisten, können Blähton oder Kokosfasern beigemischt werden.

Das Pflanzgefäß sollte einen Durchmesser von mindestens 50 cm haben und über Abflusslöcher verfügen, um Staunässe zu vermeiden. Eine Drainageschicht aus Kies, Blähton oder zerbrochenen Tontöpfen unter dem Substrat sorgt für einen guten Wasserabfluss.

Gießen und Düngen

Bananenpflanzen haben einen hohen Wasserbedarf. Gießen Sie die Pflanzen regelmäßig und häufig, besonders im Sommer. Das Substrat sollte immer leicht feucht, aber nicht nass sein. Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, können Sie die Blätter regelmäßig mit Wasser besprühen.

Während der Wachstumsphase von Frühling bis Herbst benötigen Bananenpflanzen regelmäßige Düngergaben. Ein stickstoffreicher Flüssigdünger kann wöchentlich verwendet werden. Alternativ bieten sich Langzeitdünger in Form von Stäbchen an, die die Pflanze über mehrere Monate hinweg mit Nährstoffen versorgen. Im Herbst und Winter ist keine zusätzliche Düngung notwendig.

Überwinterung

Nicht winterharte Bananensorten müssen vor dem ersten Frost ins Haus gebracht werden. Ein heller, kühler Standort bei etwa 10°C ist ideal. Reduzieren Sie während der Wintermonate die Wassergaben und stellen Sie das Düngen ein.

Winterharte Bananenpflanzen können auf dem Balkon überwintern, benötigen allerdings Schutz vor Frost. Umwickeln Sie den Kübel mit Vlies oder Jute und bedecken Sie den Wurzelbereich mit Laub oder Stroh. Schneiden Sie den oberirdischen Teil der Pflanze etwa auf einen Meter zurück und errichten Sie ein Schutzgerüst um die Pflanze, gefüllt mit trockenem Isoliermaterial wie Stroh oder Laub. Um das Rhizom vor Feuchtigkeit zu schützen, hüllen Sie die Konstruktion mit atmungsaktivem Vlies ein.

Vermehrung

Bananenpflanzen lassen sich am einfachsten durch das Abtrennen von Kindeln vermehren. Diese kleinen Ableger entwickeln sich am Stamm oder an den Wurzeln der Mutterpflanze und können in eigene Töpfe gesetzt werden, sobald sie ausreichend eigene Wurzeln gebildet haben.

Alternativ ist auch die Vermehrung über Samen möglich, jedoch aufwändiger und weniger erfolgversprechend. Die Samen sollten in nährstoffarme Anzuchterde gesetzt und kontinuierlich feucht gehalten werden. Die Keimung kann mehrere Wochen dauern und erfordert Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad Celsius.

Bilder: Iryna / stock.adobe.com