Bambus

Bambus breitet sich aus? Endlich ein Beitrag der hilft!

Artikel zitieren

Bambuspflanzen können sich durch unterirdische Wurzelausläufer, sogenannte Rhizome, unkontrolliert ausbreiten. Um dies zu verhindern und den Bambus auf eine bestimmte Fläche zu begrenzen, ist der Einsatz einer Rhizomsperre die effektivste Methode.

Bambus eingrenzen

Rhizomsperre: Das Mittel der Wahl zur Eingrenzung von Bambus

Wenn Sie Bambus in Ihrem Garten pflanzen möchten, sollten Sie sich über dessen Wuchsverhalten informieren. Viele Bambusarten verbreiten sich durch unterirdische Rhizome, die sich schnell ausbreiten. Eine Rhizomsperre hilft, diese Ausbreitung zu kontrollieren. Die Sperre wird senkrecht in den Boden eingegraben und hindert die Rhizome daran, sich unkontrolliert auszubreiten.

Lesen Sie auch

Rhizomsperre einbauen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Der Einbau einer Rhizomsperre ist mit etwas Geschick selbst durchführbar. Befolgen Sie diese Schritte, um die Rhizomsperre korrekt zu installieren:

  1. Standort und Grube vorbereiten: Bestimmen Sie den Standort und heben Sie eine Grube aus. Die Grube sollte mindestens 65 cm tief sein, um das Unterwachsen der Rhizome zu verhindern. Für mittelhohen Bambus (4 bis 7 Meter) empfehlen sich 4 bis 6 Quadratmeter Fläche, für höhere Sorten entsprechend mehr.
  2. Rhizomsperre zuschneiden: Verwenden Sie eine mindestens 2 mm dicke PEHD-Folie, die 70 oder 100 cm hoch ist. Schneiden Sie die Folie auf die benötigte Länge zu.
  3. Rhizomsperre einsetzen: Setzen Sie die zugeschnittene Folie in die Grube. Lassen Sie die Folie 5 bis 10 cm aus dem Boden ragen, um ein Überwachsen der Rhizome zu verhindern. Fixieren Sie die überlappenden Enden mit einer speziellen Aluminium-Verschlussschiene.
  4. Grube auffüllen und Erde verdichten: Füllen Sie die Grube wieder auf und treten Sie die Erde fest, um Stabilität zu gewährleisten.
  5. Bambus pflanzen: Setzen Sie den Bambus in die vorbereitete Grube und gießen Sie ihn gründlich an.

Nachträgliches Eingrenzen von Bambus

Wenn Ihr Bambus bereits ohne Rhizomsperre gepflanzt wurde, können Sie ihn auch nachträglich eingrenzen. Dies ist aufwändiger, jedoch machbar:

  1. Graben ausheben: Heben Sie einen mindestens 65 cm tiefen Graben um den Bambus aus. Der Durchmesser sollte 1 bis 2 Meter größer als der ursprüngliche Bambusbestand sein.
  2. Rhizome entfernen: Graben Sie alle Rhizome aus, die in den Garten gewachsen sind. Entfernen Sie auch die feinen Haarwurzeln, um ein erneutes Austreiben zu verhindern.
  3. Rhizomsperre einsetzen: Setzen Sie die Rhizomsperre wie oben beschrieben in den Graben ein.
  4. Bereiche beobachten: Im nächsten Frühjahr sollten Sie aufmerksam bleiben und neu austreibende Halme sofort samt Rhizom entfernen.

Alternativen zur Rhizomsperre

Neben der klassischen Rhizomsperre gibt es andere Methoden zur Begrenzung von Bambus. Diese erfordern allerdings mehr Kontrolle und sind nicht so sicher:

  • Grabenmethode: Um den Bambus herum einen etwa 30 cm tiefen Graben ausheben und mit Laub sowie lockerer Erde füllen. Rhizome, die den Graben durchqueren, lassen sich leicht abtrennen. Diese Methode ist einfach und günstig, erfordert aber regelmäßige Kontrolle.
  • Wellpolyester: Wellpolyesterplatten können ebenfalls als Rhizomsperre dienen. Diese Platten werden ähnlich wie die Folie in den Boden eingelassen, jedoch durch Überlappen der Wellen verbunden. Die Platten sind schwieriger zu verlegen und weniger zuverlässig.
  • Mörtelkübel: Pflanzen Sie den Bambus in einen großen, perforierten Mörtelkübel, der in den Boden eingelassen wird. Diese Methode ist kostengünstig und sicher, eignet sich aber nur für geschützte Standorte. Der Bambus muss regelmäßig beobachtet werden und alle 6 bis 8 Jahre geteilt werden.

Mit diesen Methoden können Sie die Ausbreitung Ihres Bambus kontrollieren und von der Pracht dieser Pflanzen profitieren, ohne dass Ihr Garten überwuchert wird.