Bäume einzäunen und vor Wildverbiss schützen

Rehe, Kaninchen und andere Wildtiere finden die junge Rinde von Apfel- und anderen Bäumen überaus schmackhaft. Daher kann es in manchen Regionen sinnvoll sein, die Gehölze mit einem Zaun vor dem Wildverbiss zu schützen.

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Vor allem junge Bäume sollten vor hungrigen Tieren geschützt werden

Wann das Einzäunen von Bäumen sinnvoll ist

Die Rinde junger Bäume ist für Rehe, Damwild und andere Wildtiere sehr verlockend, da zart, saftig und leicht zu erreichen – ein wahrer Leckerbissen, den sich die Tiere nicht entgehen lassen. Da das Abknabbern für den Baum allerdings schlimme Folgen haben kann – ein starker Verbiss führt zum Absterben – ist das Einzäunen insbesondere in ländlichen Regionen, auf Streuobstwiesen, in Kleingartenanlagen sowie in städtischen Gartensiedlungen sinnvoll – Rehe sind nämlich nicht nur im Wald, sondern als Kulturfolger auch in der Stadt anzutreffen.

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Bäume einzäunen – Diese Möglichkeiten haben Sie

Ein hoher Zaun, eine Hecke oder eine Mauer um das eigene Grundstück herum schützen bereits effektiv vor eindringenden Wildtieren, können jedoch keinen hundertprozentigen Schutz garantieren. Gerade Kleintiere wie etwa hungrige Feldhasen oder Wildkaninchen kommen dort trotzdem hindurch. Sofern Sie also in Ihrer Region ein Hasenproblem haben, sollten die Bäume auch hinter einer hohen Grundstücksumgrenzung noch eingezäunt werden. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Schutzhose aus engem Drahtgeflecht

Diese wird beim Einpflanzen am Pflanzpfahl befestigt, kann aber auch nachgerüstet werden. Dazu treiben Sie mehrere Pfähle in den Boden und zäunen den Baum mit Drahtgeflecht bzw. Maschendraht (31,39€ bei Amazon*) ein. Dieses Geflecht muss möglichst eng um den Stamm gelegt werden sowie nicht allzu großmaschig sein.

Verbissschutz-Manschetten aus Kunststoff oder Kunststoffgitter

Diese funktionieren ähnlich wie der Verbissschutz aus Drahtgeflecht, bestehen lediglich aus einem anderen Material. Allerdings ist Kunststoff ein problematisches Material, da das Holz darunter schlecht abtrocknen kann und feucht bleibt. Das feuchte Milieu wiederum begünstigt das Ansiedeln von Pilzen. Auch von Plastikspiralen ist abzuraten, da Rehe sie leicht zur Seite schieben und trotzdem an die Baumrinde gelangen können.

Wildschutz aus Tannenreisig

Hierzu stellen Sie Tannenreisig rund um den Baumstamm auf und befestigen diesen. Die Idee dahinter ist, dass die Wildtiere dann eher an die Tannenzweige gehen – oder diese links liegen lassen, da sie nicht so schmackhaft wie junge Apfelbaumrinde ist.

Tipps

Auch ein Kalkanstrich hilft dabei, hungrige Rehe und Hasen abzuhalten – insbesondere, wenn Sie die Kalkfarbe mit Lehm vermischen.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: franciscojorgan/Shutterstock

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