Pestizidbelastung bei der Ananasproduktion

Immer mehr Menschen versuchen beim Kauf von Obst Pestizidbelastung gezielt zu meiden. Die Ananas ist hier jedoch meist nicht so stark belastet wie andere Pflanzen.

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Die Ananas ist oft mit einem Fungizid behandelt

Wie belastet ist die Ananas mit Pestiziden?

Die Ananas ist meist nicht stark mit Pestiziden belastet. Sehr viel häufiger als die Ananas sind Kräuter und Trauben von Pestiziden betroffen. Bei Erhebungen wurden hier oftmals weit stärkere Belastungen gemessen. Für die genaue Belastung mit Pflanzenschutzmittel spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Dazu zählen beispielsweise:

  • die Anfälligkeit einer Pflanze für Schädlinge
  • die Haltung der Pflanze in Monokultur
  • die geltenden Vorgaben im Land der Herstellung

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Welche Pestizide werden bei der Ananasproduktion eingesetzt?

In Proben wurde mitunter Fludioxonil und Ethephon gefunden. Generell gibt es jedoch unterschiedlichste Pflanzenschutzmittel, mit denen Südfrüchte behandelt werden. Fludioxonil ist ein Fungizid, das konkret gegen das Wachstum von Schimmel wirkt. Da die Ananas recht schnell schimmelt, behandeln manche Produzenten die Früchte zur Vorbeugung mit diesem Mittel.

Wie meide ich Pestizide beim Ananaskauf?

Mit dem Kauf von Früchten aus Bioproduktion können Sie starke Belastungen meiden. Wenn die Ananas bio-zertifiziert ist und den strengen, in Deutschland geltenden Regelungen Genüge tut, fällt die Belastung der Frucht in der Regel geringer aus.

Tipp

Zustand des Fruchtfleischs beachten

Eine unbehandelte Ananas lässt sich nicht lange lagern. Kaufen Sie die Frucht reif ein und achten Sie auf ungewöhnliche Veränderungen des Fruchtfleisches. Nicht nur der Konsum von Pestizid ist schädlich. Auch der Verzehr verdorbener Lebensmittel kann zu Unwohlsein führen oder gar gesundheitsschädlich wirken.

Text: Ben Matthiesen