Ist mein Alpenveilchen erfroren und wie kann ich es retten?

Es gibt mehr als 20 verschiedene Arten des Alpenveilchens, von denen manche sogar winterhart sind und sich für den Garten eignen. Doch was tun, wenn die hübschen Blumen erfroren sind? Lassen sie sich für die nächste Saison retten?

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Nur wenige Arten des Alpenveilchens sind wirklich winterhart

Ist mein Alpenveilchen erfroren?

Ob Ihr Alpenveilchen tatsächlich erfroren ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Um welche Art von Alpenveilchen handelt es sich?
  • Wo hat das Alpenveilchen überwintert?
  • Wie kalt war es am Überwinterungsort?
  • War der Boden durchgefroren?

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Manche Arten des Alpenveilchens, die so genannten Garten-Alpenveilchen, sind bis ca. minus 25 °C winterhart und erfrieren auch bei tiefem Frost nicht so schnell. Diese Varianten treiben im Frühling schnell wieder aus und blühen im Sommer bzw. im Herbst. Die winterblühenden Arten hingegen sind nicht ausreichend winterhart und sollten nur im Sommer nach draußen gestellt werden. Ihr Alpenveilchen ist also möglicherweise erfroren, wenn

  • es sich um eine nicht winterharte Art handelt
  • die Pflanze nach einem Kälteeinbruch zu vertrocknen scheint
  • eine winterharte Art im Frühjahr nicht wieder austreibt.

Wie kann ich ein erfrorenes Alpenveilchen retten?

Ob Sie das erfrorene Alpenveilchen retten können, hängt vom Zustand der Knolle ab. Sind lediglich die oberirdischen Pflanzenteile dem Frost zum Opfer gefallen, schneiden Sie diese ab. Im Lauf des Frühjahrs werden Sie sehen, ob die Pflanze neu austreibt. Ist die Knolle hingegen ebenfalls durchgefroren, ist eine Rettung in der Regel nicht möglich. Dann hilft nur noch die Pflanzung neuer Alpenveilchen, wobei Sie auf tatsächlich winterharte Arten zurückgreifen sollten.

Welche Alpenveilchen sind winterhart?

Von den 22 Arten Alpenveilchen sind lediglich diese wirklich winterhart und vertragen Fröste bis minus 25 °C:

  • Vorfrühlingsalpenveilchen (Cyclamen coum): wird im Herbst gepflanzt, blüht zwischen Februar und März
  • Sommeralpenveilchen oder auch Europäisches Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens): einzige in den Alpen heimische Art, Namensgeber der Pflanzengattung, blüht zwischen Juli und August
  • Herbstalpenveilchen oder Efeublättriges Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium): blüht zwischen August und Oktober, Blätter treiben erst nach der Blüte aus

Diese Arten können Sie unbesorgt in den Garten pflanzen. Nicht geeignet sind hingegen alle anderen Arten, die maximal minus fünf Grad Celsius vertragen und daher bei einem winterlichen Kälteeinbruch schnell erfroren sind – diese können lediglich gerettet werden, wenn die Knolle intakt geblieben ist.

Insbesondere das winterblühende Zimmer-Alpenveilchen (Cyclamen persicum) sollte nur im Haus gehalten werden. Im Sommer sollte diese Art „übersommern“, d. h eine Ruhephase einlegen. Anschließend blüht die Pflanze erneut.

  1. tipp: Standort für das Zimmer-Alpenveilchen

Zwar verträgt das Zimmer-Alpenveilchen keinen Frost, bevorzugt aber trotzdem einen eher kühlen Standort. Optimal ist ein nach Osten oder Norden gerichtetes Zimmerfenster bei einer Raumtemperatur von maximal 16 °C.

  • Gartenalpenveilchen sind bis minus 25 °C winterhart und sehr robust.
  • Sie benötigen dennoch etwas Winterschutz in Form eines geschützten Standortes und einer Abdeckung mit Reisig.
  • Insbesondere die Knolle muss vor Frost geschützt werden.
  • Bleibt die Knolle intakt, treibt die Pflanze immer wieder daraus aus.
  • Die meisten Alpenveilchen sind jedoch nicht winterhart und müssen daher im Haus überwintern.
Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: auralaura/Shutterstock