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Größere Ahornbäume sind gut winterhart

Ist Ahorn winterhart?

Im Angesicht heimischer Ahorn-Giganten, wie Bergahorn und Spitzahorn, bestehen keine Zweifel an einer robusten Winterhärte. Kleine Ahorn-Arten im Kübel werfen indes die Frage auf, ob sie einen mitteleuropäischen Winter mit klirrendem Frost schadlos überstehen. Dieser Ratgeber erklärt, unter welchen Umständen an Ahornbäumen ein Winterschutz empfehlenswert ist.

Junge Ahornbäume benötigen Winterschutz – so machen Sie es richtig

Im Pflanzjahr und den folgenden zwei bis fünf Jahren ist ein Ahorn damit beschäftigt, seine Winterhärte sukzessive aufzubauen. Bis dahin ist der Baum oder Strauch auf einen Schutz vor starkem Frost angewiesen. Die folgenden Vorkehrungen haben sich in der Gartenpraxis erfolgreich bewährt:

  • Vor dem ersten Frost die Wurzelscheibe bedecken mit einer 5 bis 10 cm dicken Schicht aus Laub, Kompost oder Rindenmulch
  • Im Pflanzjahr die jungen Triebe umhüllen mit einem atmungsaktiven Vlies
  • In späteren Jahren bei praller Sonne und starkem Frost ein Schattiernetz überziehen

Schützen Sie den Stamm am jungen Ahornbaum ebenfalls vor intensiver Wintersonne. Wenn nach einer frostigen Nacht unter direkter Sonneneinstrahlung die Temperaturen steigen, kann die Rinde zerreißen. Indem Sie einige Bretter an den Stamm anlehnen, beugen Sie diesem Schaden vor. Alternativ umwickeln Sie den Baumstamm mit Schilf- oder Kokosmatten.

Ahorn im Kübel alljährlich vor Frost schützen – so geht es

Ahorn-Sorten mit strauchartigem und kleinem Wuchs eignen sich hervorragend für ein Leben im großen Topf. Diese Form der Kultivierung macht den Wurzelballen hinter den Gefäßwänden angreifbar für Frost. Mit folgenden Vorkehrungen stärken Sie die Winterhärte von Ahornbäumchen im Kübel:

  • Vor Wintereinbruch den Kübel in eine windgeschützte Nische umsiedeln
  • Auf Holz- oder Styroporplatten stellen
  • Den Topf umhüllen mit Vlies, Folie oder Kokosmatten
  • Auf dem Substrat Herbstlaub, Stroh oder Rindenmulch aufschichten

Wichtig zu beachten ist, dass unter diesem Winterschutz der Wurzelballen von Trockenstress bedroht ist. Gießen Sie daher regelmäßig an milden Tagen.

Tipps

Kehrt zum Zeitpunkt des Blattaustriebs der Winter noch einmal zurück, sind bisweilen an Schlitzahorn-Sorten (Acer palmatum) Frostschäden zu beklagen. Welke Blätter und schlaffe Triebspitzen sind typische Symptome für das Dilemma. Warten Sie zunächst einige Wochen ab, ob sich das Bäumchen aus eigener Kraft regeneriert. Erst dann schneiden Sie erfrorene Äste zurück bis ins gesunde Holz.

Text: Paula Jansen Artikelbild: KIM JIHYUN/Shutterstock

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