Leberbalsam

Leberbalsam (Ageratum) winterhart machen: Tipps & Anleitung

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Der Leberbalsam, mit seinen blauen oder weißen Blüten ein beliebter Sommerblüher, ist in unseren Breiten nicht winterhart. Mit etwas Aufwand lässt er sich jedoch überwintern oder durch Versamung erhalten.

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Leberbalsam stirbt bei Frost

Ist der Leberbalsam winterhart?

Der aus Mexiko und Guatemala stammende Leberbalsam (Ageratum houstonianum) ist in unseren gemäßigten Klimazonen nicht winterhart. In seiner Heimat ist er mehrjährig, doch in Europa fehlt ihm diese Eigenschaft. Temperaturen unter 5 °C können der Pflanze erheblichen Schaden zufügen, weshalb sie hier meist als einjährige Pflanze kultiviert wird.

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Eine Überwinterung des Leberbalsams ist nur unter speziellen Bedingungen möglich. Wenn die Pflanzen in Töpfen oder Balkonkästen kultiviert werden, können sie vor den ersten Frösten ins Haus geholt werden. Dafür benötigen sie ein helles Quartier mit Temperaturen zwischen 5 und 10 °C. Während dieser Zeit sollten die Pflanzen weniger, aber regelmäßig gegossen werden und keinen Dünger erhalten.

Im Freiland übersteht der Leberbalsam die kalten Wintermonate nicht. Sollte dennoch eine Überwinterung versucht werden, sollten Sie den Leberbalsam in ein helles und kühles Winterquartier, etwa einen Keller oder ein Treppenhaus, mit Temperaturen zwischen 5 und 10 °C bringen und sparsam gießen.

Überwinterung des Leberbalsams

Zur Vorbereitung auf die Überwinterung sollten Sie den Leberbalsam zurückschneiden. Kürzen Sie die Triebe um etwa ein Drittel bis zur Hälfte ein. Wenn der Leberbalsam im Beet steht, pflanzen Sie ihn rechtzeitig in große Töpfe oder Kübel um. Transportieren Sie die Pflanzen in einen hellen und frostfreien Raum mit Temperaturen zwischen 5 und 10 °C, etwa in einem unbeheizten Wintergarten, Keller oder Treppenhaus.

Während der Wintermonate gießen Sie die Pflanze nur mäßig. Achten Sie darauf, dass das Substrat oberflächlich austrocknen darf, der Wurzelballen aber stets leicht feucht bleibt. Eine regelmäßige Fingerprobe hilft dabei, den Feuchtigkeitsgehalt zu überprüfen. Gedüngt wird während der Überwinterung nicht. Erst kurz vor dem Auspflanzen im Frühling kann mit der Düngung begonnen werden.

Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ist es sicher, den Leberbalsam wieder ins Freie zu stellen. Zu diesem Zeitpunkt kann auch eine einmalige Düngung mit einem organischen Volldünger erfolgen, um die Pflanze für die neue Saison zu stärken.

Alternative: Versamung und milde Winter

In einigen besonders milden Regionen Deutschlands hat der Leberbalsam das Potenzial, sich durch natürliche Aussaat zu vermehren. Im Herbst fallen die Samen zu Boden und keimen im Frühjahr wieder. Beachten Sie diese Tipps, um den Leberbalsam durch Versamung und milde Winter zu vermehren:

Stellen Sie sicher, dass der Standort sonnig bis halbschattig ist und der Boden gut durchlässig sowie nährstoffreich bleibt. Lassen Sie die abgeblühten Blütenstände an den Pflanzen, damit die Samen reifen und zu Boden fallen können. Halten Sie den Boden im Bereich der Pflanzen im Herbst locker und feucht, um die Keimung im Frühjahr zu fördern.

Selbst in Wintern mit nur leichten Frösten können die Samen des Leberbalsams neue Pflanzen hervorbringen und im nächsten Jahr erneut blühen. Diese Methode funktioniert jedoch nur in Regionen mit sehr mildem Klima zuverlässig. In kälteren Gegenden wird es weiterhin nötig sein, den Leberbalsam jedes Jahr neu zu pflanzen oder alternative Überwinterungsmethoden zu nutzen.

Bilder: chatchai.b / Shutterstock