Rosen Sichtschutz
Nicht alle Rosensorten eignen sich als Hecke

Rosenhecke gestalten und pflanzen

Finden auch Sie akkurat geschnittene, grüne Hecken eher langweilig? Dann ist eine romantische, farbenfrohe Rosenhecke vielleicht das Richtige für Sie. Eine solche Hecke bietet nicht nur zur Blütezeit eine herrlichen Anblick, sondern - sofern Sie die passenden Sorten ausgewählt haben - auch einen hervorragenden Sichtschutz.

Welche Rosen eignen sich für eine Heckenpflanzung?

Nicht alle Rosen eignen sich für eine Heckenpflanzung. Sie sollten vor allem Sorten wählen, die breitbuschig wachsen, ergo ebenso hoch wie breit werden. Je höher die gewählten Rosen werden, desto besser gelingt der Sichtschutz. Schlank aufrecht wachsende Rosen sind dagegen als Hecke eher ungeeignet. In Bezug auf die Farbwahl können Sie eine einfarbige Hecke gestalten oder auch verschiedene Blütenfarben und auch -formen miteinander kombinieren. Ein reizvoller Gegensatz wird schließlich nicht nur durch eine interessante Farbwahl erzielt, sondern auch durch die Verbindung verschiedener Blütenformen.

Wildrosen und Wildrosen-Hybriden

Besonders gut für Hecken eignen sich die sehr wüchsigen und robusten Wildrosen sowie deren Abkömmliche. Diese Rosensorten haben nicht nur den Vorteil, dass sie auch an weniger geeigneten Standorten problemlos wachsen, sie bieten auch reichlich Nahrung für Insekten und in ihrem dichten Buschwerk Nistmöglichkeiten für Singvögel. Im Herbst entzücken Wildrosenhecken bei vielen Sorten mit einer Herbstfärbung sowie mit einem reichen Behang hübscher Hagebutten, die sich oft auch in der Küche verwenden lassen.

Viele Wildrosen bilden Ausläufer

Einige Wildrosen, wie beispielsweise die Bibernell- und Rugosarosen, bilden Ausläufer. Was in einem Rosenbeet eher ein Nachteil ist, hat dagegen nun den Vorzug, dass Hecken schön dicht werden. Sogar Hänge und Böschungen lassen sich mit diesen Rosensorten gut befestigen. Am Rand von Wiesen und Rasen sind Ausläufer kein Problem, sie können einfach mit weggemäht werden.

Strauchrosen

Unter diesem Begriff werden strauchförmig wachsende Rosen zusammengefasst, die zwischen einen und drei Metern hoch werden. Sie unterscheiden sich von den Edel- und den Beetrosen durch ihre größere Wuchskraft. Je nach Sorte eignen sich Strauchrosen wunderbar für Gruppen- oder Heckenpflanzungen, auch für höhere Hecken an der Grundstücksgrenze. Eine wichtige Unterscheidung für die Gestaltung und Pflege ist, ob eine Strauchrose einmal- oder öfterblühend ist.

Historische Rosen

Zu den historischen oder alten Rosen gehören alle Sorten, die es schon vor der Einführung der ersten Edelrosen 1867 gab. Sie wachsen strauchartig und blühen meist nur einmal im Jahr. Zu den Alten Rosen gehören unter anderem Gallica-, Damaszener-, Alba- und Centifolia-Rosen. Damaszener-Rosen haben einen etwas höheren Wuchs als die Gallicas und sind berühmt für ihren Duft. Alba-Rosen werden groß, haben auffällig grau-grünes Laub, sind frosthart und vertragen Halbschatten – ideal also für eine Heckenpflanzung.

Eine Rosenhecke anlegen

Beim Anlegen der Rosenhecke gilt es, vor allem auf den richtigen Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen zu achten. Diese sollten so eng gesetzt werden, dass die Hecke ein undurchdringliches Dickicht bilden, aber nicht so eng, dass sie sich gegenseitig Licht und Nahrung wegnehmen. Außerdem werden durch eine zu dichte Pflanzung Infektionen mit Pilzen bzw. ein Schädlingsbefall gefördert. Als Faustregel gilt, dass als idealer Pflanzabstand in Rosenhecken die Hälfte der späteren Höhe der ausgewachsenen Pflanze gewählt wird – so sollten beispielsweise bis zu zwei Meter hoch wachsende Sorten im Abstand von etwa einem Meter gepflanzt werden.

Tipps & Tricks
Für eine Heckenpflanzung sollten Sie gut schattenverträgliche Sorten pflanzen, da in Hecken naturgemäß viele schattige Stellen entstehen.

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