Zucchini: Wertvolle Anbautipps

Zwar gelten Zucchini, die sowohl im Beet als auch im Topf kultiviert werden können, als typisches Anfängergemüse, bei dem Sie nicht viel falsch machen können. Dennoch benötigen diese Kürbisgewächse für reichen und aromatischen Fruchtertrag bis in den Herbst hinein etwas Pflege und Aufmerksamkeit.

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Zucchini braucht viele Nährstoffe

Aussehen und Wachstum

Zucchini sind Rankpflanzen, die einjährig angebaut werden. Sie haben einen kräftigen Haupttrieb, der im Laufe des Sommers eine Länge von bis zu zwei Meter bekommen kann.

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Aus den großen, gelben Blüten entwickeln sich längliche, grüne, gelbe oder weiß gestreifte Früchte, die innerhalb weniger Tage ein Gewicht von bis zu fünf Kilo erreichen können. Neuzüchtungen bilden runde gelbe oder grüne Zucchini, die gefüllt ausgesprochen lecker schmecken.

Standort, Boden und Größe des Pflanzgefäßes

Damit Zucchini gut gedeihen, sollten Sie diese an einem sonnigen, warmen Platz anbauen. Da sie sehr frostempfindlich sind, werden im Haus vorgezogene Pflanzen erst nach den Eisheiligen ins Freiland gesetzt.

Die Starkzehrer benötigen humoses, nährstoffreiches und lockeres Substrat. Pflanzgefäße müssen ein Volumen von wenigstens 15 Liter haben und über einen guten Wasserabzug verfügen.

Gießen und Düngen

Zucchini sind durstig. An heißen Tagen kann es deshalb erforderlich sein, die Pflanzen morgens und abends zu gießen. Wassermangel muss unbedingt vermieden werden, denn er führt zu einer Verformung der Früchte und lässt diese bitter schmecken.

Zudem benötigen die Kürbisgewächse für reichen Fruchtansatz ausreichend Nährstoffe. Während der Vegetationsphase sollten Sie die Zucchini deshalb regelmäßig mit einem organischen Dünger versorgen. Gut geeignet sind auch Komposterde aus dem Wurmkompost oder Bokashi-Saft.

Krankheiten und Schädlinge

Zucchini sind sehr robust und werden nur selten von Schädlingen befallen. Einzig Echter Mehltau und Falscher Mehltau können zum Problem werden. Diese Pilzkrankheiten können Sie aber mit Hausmitteln oder Präparaten aus dem Gartenfachhandel gut in den Griff bekommen.

Zucchini ernten

Spätestens zwei Monate nach der Pflanzung können Sie die ersten Früchte ernten:

  • Diese sind besonders zart, wenn sie zehn Zentimeter lang und noch nicht voll ausgereift sind.
  • Etwa 15 Zentimeter lang eignen sie sich gut zum Füllen.
  • Größere Früchte sind im Inneren oft schwammig und haben ein fasriges Fruchtfleisch.

Auch die Zucchiniblüten können Sie essen. Sie schmecken, in feine Streifen geschnitten, lecker in Salat. Eine mediterrane Spezialität sind in Olivenöl frittierte oder gefüllte und im Backofen gegarte Blüten.

Tipps

Schmecken Zucchini bitter, sollten Sie diese auf keinen Fall verzehren. Das hierfür verantwortliche Cucurbitacin ist extrem giftig. Trotzdem dieser pflanzeneigene Schutzstoff weggezüchtet wurde, bilden ihn Zucchinipflanzen, die unter Trockenstress leiden. Große Früchte enthalten ebenfalls mehr von dem giftigen Bitterstoff und sollten deshalb nicht gegessen werden.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: simplystocker/Shutterstock
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