So bestäuben Sie Ihre Zucchini

Manchmal kommt es vor, dass Zucchinigewächse kaum Früchte entwickeln. Hierbei spielen unterschiedliche Gründe eine Rolle. Wenn sich keine Pflegefehler eingeschlichen haben, kann die mangelnde Fruchtproduktion an einer unzureichenden Bestäubung liegen. Hier können Sie ganz einfach nachhelfen.

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Weibliche Blüten lassen sich am besten direkt mit einer männlichen Blüte bestäuben

Generative Merkmale

Zucchinipflanzen entwickeln männliche und weibliche Blüten, die sich während der Blütezeit alle zwei bis drei Tage öffnen und deren Anzahl je nach Witterung variiert. Die Blütenbestäubung erfolgt durch fliegende Insekten, welche sich zwischen den Kronblättern tummeln, Nektar sammeln und den Pollen übertragen.

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Wann die Befruchtung ausbleibt

Bei ungünstigem Wetter ist das Insektenaufkommen sehr gering. Zusätzlich verschärft sich das Bestäubungsproblem, wenn Sie nur eine Pflanze im Garten oder auf dem Balkon kultivieren. In besonders regenreichen Sommermonaten entwickeln die Pflanzen vermehrt männliche Blüten, was oft bei wärmeliebenden Sorten ein Problem darstellt. In diesen Fällen ist eine Befruchtung per Hand sinnvoll.

Manuelle Bestäubung

Die ideale Zeit für die Handbestäubung erstreckt sich über den Morgen, denn Zucchini blühen für wenige Stunden am Tagesbeginn. Der Blütenaufbau gibt Ihnen Hinweise über das Geschlecht. Während der weibliche Part unterhalb der Kronblätter einen verdickten Fruchtknoten aufweist, sitzen die männlichen Exemplare ohne Verdickung auf langen dünnen Stielen.

So gehen Sie vor:

  • männliche Blüte abknipsen
  • gelbe Blütenblätter entfernen
  • Staubgefäße in den weiblichen Trichter (3,00€ bei Amazon*) einführen
  • Vorgang bei allen befruchtbaren Blüten mit Griffel wiederholen

Pinselmethode

Ein kleiner Kosmetikpinsel dient als Alternative zum Blütensammeln. Streichen Sie die weichen Borsten über die Staubgefäße, sodass der Pollen haften bleibt. Streifen Sie diese im Anschluss an den Griffeln ab. Je öfter Sie den Vorgang wiederholen, desto größer ist der Bestäubungserfolg.

Wann die Bestäubung geglückt ist

Nach erfolgreicher Befruchtung können Sie in der nächsten Zeit beobachten, wie sich die Blüte schließt, der Fruchtknoten anschwillt und die Kronblätter verwelken. Entfernen Sie die Blütenblätter, um eine Fäulnisbildung zu verhindern. Nach fünf bis sieben Tagen hat sich eine deutlich sichtbare Frucht entwickelt, die bis zu 20 Zentimeter lang sein kann.

Tipps

Um die Fruchtreife zu unterstützen, entfernen Sie ab Mitte August sämtliche anschwellende Blütenknospen und -kronen. Diese sind in Butter geschwenkt oder auf dem Butterbrot eine Delikatesse.

Text: Christine Riel
Artikelbild: masterpiece creator/Shutterstock
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