zitterpappel-steckbrief
Das Zittern der Espenblätter im Wind ist hübsch anzusehen

Die Zitterpappel: Der Baum mit dem Zitterlaub

Sie gehören zu den am meisten vertretenen Pappelarten in unseren Breiten und gestalten das hiesige vertraute Landschaftsbild wesentlich mit. Wissenswertes über die Espe über ihr Zitterlaub hinaus erfahren Sie im folgenden Kurzportrait.

Eine mittelgroße Pappelart

Innerhalb der Gattung Populus gibt es etwa zwischen 22 und 89 Arten, die über die gesamte Nordhalbkugel in gemäßigten Klimazonen verbreitet sind. Die Zitterpappel oder auch Espe ist eine bei uns in Deutschland häufig vorkommende Populus-Art.

Innerhalb ihrer Gattung zählt sie zu den mittelgroßen Vertreterinnen. Sie wird zwischen 20 und 35 m hoch – die Gesamtspanne von Pappelhöhen reicht etwa von 15 bis 45 m.

Vom Habitus her zeigt sich die Espe sehr gattungstypisch: Sie wächst mit aufrechtem, manchmal leicht geneigten Stamm und bildet eine hohe, längliche bis kegelförmige Krone aus, die typischerweise ein sehr bewegtes Bild abgibt.

Von weitem erkennen Sie eine ausgewachsene Espe also an:

  • Einer mittelhohen Größe
  • Einer weichen, länglichen, großkronigen Silhouette
  • Einer schwingenden Bewegung

Zitterndes Espenlaub

Für ihr zitterndes Laub ist die Espe ja bekannt. Warum die Blätter sich so leicht vom Wind zum Auf- und Abschaukeln bringen lassen, liegt zum einen an ihrem sehr langen und unterseits abgeflachten Stiel. Andererseits bietet aber auch die breite Blattspreite gleichzeitig eine verhältnismäßig große Angriffsfläche.

Das Laub ist je nachdem, ob es am Lang- oder Kurztrieb wächst, rundlich und welligrandig oder dreieckig und ganzrandig. Im Herbst färben sich die Blätter in einem schönen Goldgelb.

Kätzchenblüten

Noch vor der Belaubung bildet die Espe Blüten in Kätzchenform. Wie alle Pappel ist sie zweihäusig, hat also Vertreter mit rein männlichen oder rein weiblichen Blüten. Sowohl die Bestäubung, als auch die Samenverbreitung erfolgt durch Wind. Die Fruchtreife der Kapselfrüchte an den weiblichen Kätzchen erfolgt ab Ende Mai. Dann kann man die mit einem flughelfenden Flusenschopf ausgestatteten Samen durch die Lüfte fliegen sehen.

Anspruchslos, bodenverbessernd und biodiversitätsfördernd

Die Espe gehört zu den sogenannten Pionierbäumen, weil sie sich nicht ziert, auch eher unattraktive Brachflächen und Kahlschläge zu besiedeln. An den Boden stellt sie nämlich keine besonderen Ansprüche. Als wäre diese Genügsamkeit nicht schon genug, trägt sie aber sogar noch zur Aufwertung der Bodenqualität bei, denn ihr Falllaub ist sehr nährstoffreich und zersetzt sich schnell.

Die Blüten der Espe sind überdies eine wertvolle Nahrungsquelle für Schmetterlinge.

Text: Caroline Strauss Artikelbild: Tibesty/Shutterstock

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