Zinnien-Pflege: Diese Ansprüche haben die bunten Dauerblüher

Zinnien, die nach dem bekannten Botaniker Gottfried Zinn benannt wurden, verschönern vollsonnig gelegene Blumenbeete vom Mai bis in den Oktober hinein mit ihrer Blütenpracht. Auch als lang haltende Schnittblume ist die Zinnia sehr beliebt. Äußerst robust ist ihre Pflege nur mit geringem Aufwand verbunden.

Zinnie gießen
Die Zinnie ist eine recht durstige Schönheit
Früher Artikel Zinnien pflanzen – darauf kommt es an Nächster Artikel Zinnien überwintern – geht das?

Der Wasserbedarf

Damit die Zinnien gut gedeihen ist es wichtig, die Sonnenanbeterinnen regelmäßig zu gießen. Insbesondere in Pflanzgefäßen ist dies von Bedeutung, da sich der begrenzte Wasservorrat an heißen Tagen rasch erschöpft. Es kann dann notwendig sein, Beete und Töpfe sogar zwei mal täglich zu wässern. Gegossen werden sollte immer in den Morgen- und Abendstunden, damit es nicht zum gefürchteten Lupeneffekt kommt. Tropfen die auf den Blättern landen verdunsten nicht sofort, sodass sich das Sonnenlicht darin bricht und die Blattoberfläche verbrennt.

Regelmäßig Düngen

Die reich blühenden Pflanzen benötigen viel Kraft um wieder neue Blüten zu bilden. Versorgen Sie Pflanzen im Beet deshalb mit Kompost oder Langzeitdünger für Blühpflanzen. Zinnien in Pflanzgefäßen verabreichen Sie wöchentlich einen speziellen Flüssigdünger.

Zinnien Umsetzen

Da Zinnien sehr frostempfindlich sind, gedeihen sie in unseren Breiten nur einjährig. Wenn im Herbst die ersten Nachtfröste den Winter ankündigen ist es mit der Blütenpracht vorbei und die Zinnie wird wie alle einjährigen Stauden ausgegraben.

Möchten Sie selbst Zinnien für das nächste Gartenjahr vorziehen empfiehlt es sich deshalb, bereits am Mitte September nicht mehr alles Verblühte abzuschneiden, damit die Zinnie Samen bildet. Im darauffolgenden Jahr können Sie diese in Anzuchttöpfe oder direkt ins Beet säen und so für Nachwuchs sorgen.

Zinnien schneiden

Ein allgemeiner Rückschnitt ist nur selten nötig. Wichtig ist es jedoch, alles Abgeblühte regelmäßig auszuputzen. Diese Pflegemaßnahme belohnt die Zinnie mit reichem Blütenflor.

Zinnia im Winter

Besonders schöne Zinnien können Sie im Haus überwintern. Graben Sie die Pflanzen noch vor den ersten Nachtfrösten aus, setzen Sie diese in herkömmliche Blumenerde ein und bringen Sie die Zinnien ins Haus. Ideal für die Überwinterung ist ein heller, frostfreier Raum, beispielsweise die Garage oder das Treppenhaus. Gegossen wird sehr sparsam, auf die Düngung sollten Sie vollständig verzichten. Ab Mitte Mai dürfen die Sonnenanbeterinnen dann wieder ins Freiland umziehen.

Ungeziefer und Krankheiten

Zinnien sind sehr robust und werden nur selten von Krankheiten und Schädlingen heimgesucht. Gelegentlich wird die Pflanze von Mehltau befallen. Während warmer, trockener Sommer laben sich Blattwanzen gerne am Saft der Zinnien. Die Insekten lassen sich in den frühen Morgenstunden leicht absammeln oder durch Spritzungen mit Ackerschachtelhalm bekämpfen.

Tipps

Zinnien ziehen Bienen, Hummeln und Schmetterlinge magisch an. Deshalb ist das Pflanzen der Zinnie auch ökologisch sehr wertvoll.

Text: Sabine Kerschbaumer

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.